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Lokales Dresdner Neustadt bekommt neue Klima-Messstation
Dresden Lokales Dresdner Neustadt bekommt neue Klima-Messstation
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12:14 21.06.2016
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Dresden

Die Dresdner Neustadt bekommt eine eigene Klima-Messstation. Auf einem Teil der Grünfläche des Spielplatzes Förstereistraße, Ecke Jordanstraße wird der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung die Vorrichtung installieren.

Anlass ist ein bundesweites Forschungsprojekt. „In einer Stadt stellt sich im Vergleich zum freien Umland ein spezifisches Stadtklima ein. Von besonderem Interesse ist der sogenannte Wärmeinseleffekt, also die Überhöhung der Temperatur über städtischen Flächen gegenüber Flächen im Umland“, erklärte die Meteorologin Franziska Reinfried vom Dresdner Umweltamt. „Tagsüber wärmen sich die Stadtstrukturen stärker auf und nachts kühlen sie nur langsab“, so Reinfried weiter.

Die Messungen seien damit besonders wichtig hinsichtlich des Klimawandels, da dem Stadtklima eine besondere Bedeutung zukommt. Die Wärmebelastung in ohnehin schon überwärmten Stadtteilen werde sich unter den zukünftig steigenden Temperaturen noch verschärfen.

Die Stadt Dresden verfügt bereits über drei Wetterstationen des DWD. Am Flughafen in Klotzsche, in Strehlen neben einer Großgärtnerei und in Hosterwitz an der Elbe wird die Klimaentwicklung aufgezeichnet. Das Umweltamt betreibt eine Station im Botanischen Garten und die Drewag unterhält eine eigene Station am Kraftwerk Nossener Brücke. Keine dieser Stationen sei jedoch repräsentativ für den stark überbauten und bewohnten Innenstadtbereich. Die Neustadt eigne sich durch die hohe Bevölkerungsdichte und engen Straßenzüge besonders gut zur Stadtklima-Messung.

In diesem Sommer wird zunächst eine mobile Station installiert, die im ersten Quartal 2017 von einer festen Station abgelöst wird. Mindestens 15 Jahre werden dort Klimadaten aufgezeichnet. Neben den Städten Köln, München, Berlin, Jena, Halle und Leipzig ist Dresden die siebte Stadt mit einer Innenstadt-Messstation. Die Daten sollen auch der Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit dienen und damit zur künftigen Stadtplanung herangezogen werden.

Philipp Burkhardt

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