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Lokales Dresdner Neumarkt-Gesellschaft: Moritzhaus ist Provokation in Beton
Dresden Lokales Dresdner Neumarkt-Gesellschaft: Moritzhaus ist Provokation in Beton
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13:37 03.09.2016
Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden hat die künftige Wirkung des "Moritzhauses" im Computer modelliert.   Quelle: GHND
Dresden

 Als „Provokation in Beton“ hat die „Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden“ (GHND) das vom Investor KIB geplante „Moritzhaus“ an der Ecke von Frauenstraße und Galeriestraße kritisiert. Die Nürnberger KIB-Gruppe plane trotz aller Hinweise der GHND immer noch einen „klotzartigen Baukörper mit dem Geschichtlichkeit vortäuschenden Namen ,Moritzhaus’“, moniert der GHND-Vereinsvorstand.

Die Gesellschaft hat nun in einem offenen Brief den Bauherren aufgefordert, das ganze Projekt fallen zu lassen und das Neumarkt-Grundstück im sogenannten im „Quartier V-1“ wieder zu verkaufen, wenn er die Kritikpunkte nicht ausräumen könne.

Ganz konkret will der GHND, dass der Nürnberger Investor auf dem Grundstück ein „Gebäude in der Art des Gutbierschen Hauses“ zu bauen „und sich an der historischen Kleinteiligkeit und Dachgestaltung zu orientieren“. An der Galeriestraße 12 stand vor der Zerstörung Dresdens im Krieg ein barockes Bürgerhaus, das auch als Gutbiersches Haus bezeichnet wurde.

Visualisierung: GHND

Der Investor KIB hingegen will im „Quartier V-1“ ein modernes Wohn- und Geschäftshaus errichten, dass sich an der Formsprache des Kulturpalastes orientiert. Das geplante Moritzhaus schafft aus Investoren-Sicht „die Balance zwischen innovativer Architektur und zeitloser Eleganz mit Bedacht auf die im Umfeld vorherrschende barocke Fassadengestaltung und fügt sich selbstbewusst in die Umgebung ein“.

Damit sieht die GHND ganz anders. Um ihre Kritik zu untermauern, hat sie daher nun „die Baumasse simuliert, um die Wirkung deutlich zu machen.“ Diese Simulation zeige „die brutale Wirkung des Staffeldachs gegenüber dem benachbarten Köhlerschen Haus“, so die Gesellschaft und erklärte: „Sollte der Investor an seinem Plan zur Umsetzung des Vorhabens gegen den Willen der Mehrheit der Dresdner Bürgerschaft festhalten, kündigt die GHND Widerstand mit allen ihr zur Verfügung stehenden Mitteln an.“

Von DNN

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