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Dresdner Museen kooperieren mit Wikipedia

Zusammenarbeit Dresdner Museen kooperieren mit Wikipedia

Viele nutzen sie, schon deutlich weniger Leute geben dies zu und noch viel weniger wirken aktiv an ihr mit: Die Online-Enzyklopädie Wikipedia spielt im alltäglichen Leben eine große Rolle, wenn es darum geht, Informationen über verschiedenste Themengebiete zu recherchieren oder sich einen Überblick

Quelle: Dr. Bernd Gross, Wikimedia Commons, Lizenz: CC BY-SA 4.0 , URL: bit.ly/1B0L6df

Dresden.  Viele nutzen sie, schon deutlich weniger Leute geben dies zu und noch viel weniger wirken aktiv an ihr mit: Die Online-Enzyklopädie Wikipedia spielt im alltäglichen Leben eine große Rolle, wenn es darum geht, Informationen über verschiedenste Themengebiete zu recherchieren oder sich einen Überblick über bestimmte Bereiche zu verschaffen. Nun wird das riesige Internet-Lexikon 15 Jahre alt. Am 15. Januar 2001 war zunächst die englische Version ins Netz gegangen, am 16. März dann die deutsche, in der es nunmehr fast zwei Millionen Artikel gibt.

Auch in Dresden wird der Jahrestag begangen – mit einem Arbeitstreffen. Dazu kommen am Wochenende 30 Wikipedia-Autoren in die sächsische Landeshauptstadt, um die Schätze der Technischen Sammlungen Dresden sowie des Dresdner Verkehrsmuseums fotografisch zu erschließen. Das Ziel des Projekts: Wikipedia-Artikel zur Technikgeschichte zu bebildern, neu zu erstellen oder noch zu erweitern. Der Förderverein Wikimedia Deutschland finanziert diese Aktivität mit Mitteln aus einem Programm, das darauf abzielt, die Zusammenarbeit mit Kulturinstitutionen wie Archiven, Galerien und Bibliotheken zu vertiefen.

„Die Technischen Sammlungen Dresden und das Verkehrsmuseum Dresden nutzen die Zusammenarbeit mit Wikimedia Deutschland, um ihre Präsenz auch in den Online-Medien zu stärken. Immerhin gehört ja die Wikipedia zu den fünf wichtigsten Webportalen und steht im Internet bei der Verbreitung von Wissen und Bildung an vorderster Stelle“, erklärt Dr. Bernd Gross, der seit 2009 an der Online-Enzyklopädie mitarbeitet. Die in den Museen entstandenen Fotos landen dann in der Medien-Datenbank Wikimedia Commons. Jedermann kann deren 30 Millionen Foto-, Audio- und Video-Dateien kostenfrei nutzen, sofern er die Lizenzangaben beachtet.

Ein Grund für die unentgeltlichen Bemühungen ist das Ideal der Wikipedia-Autoren, freies Wissen allen Menschen auf dem Globus in ihrer Sprache zugänglich zu machen. Die Schreiberlinge tragen Fakten zusammen und bereiten sie systematisch auf – sachlich, neutral und mit Nachweisen. Nach 15 Jahren ist die Wikipedia bei 37 Millionen Artikeln in fast 300 Sprachversionen angelangt. Allein die englischsprachige Version als größter Ableger umfasst fünf Millionen Artikel.

In Sachsens Landeshauptstadt gibt es ein loses Bündnis ehrenamtlicher Autoren, die den Bestand der Artikel mit Dresden-Bezug – derzeit 7000 – pflegen und ausbauen. Auf diese Weise kommen täglich neue Beiträge bei Wikipedia hinzu. In der letzten Woche entstanden unter anderem Artikel zum Dresdner Twitter-Projekt Straßengezwitscher, zur Landhausstraße, zur einstigen Melkus-Villa Leipziger Straße 27, zur 1945 schwer beschädigten Anstaltskirche Krankenhaus Johannstadt sowie zur SG Dresden-Mickten, dem Fußball-Sachsenmeister von 1950.

Wer den „Wikipedianern“ einfach mal über die Schultern schauen oder gar selbst mitwirken will, kann dies am Sonnabend in den Technischen Sammlungen und am Sonntag im Verkehrsmuseum jeweils von 10 bis 18 Uhr tun. Stefan Kühn, Dozent bei Robotron und bereits seit 2004 Wikipedia-Autor, führt Interessierte am Sonnabend ab 10.30 Uhr im Ernemann-Turm der Technischen Sammlungen mit seinem Vortrag „Von Anton bis Zylinder – Ein Blick hinter die Kulissen der Wikipedia“ in diese Medienwelt ein. Die Teilnahme daran ist kostenfrei.

Von Stefan Schramm

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