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Dresdner Luisenhof will im Frühling wieder öffnen

Neue Betreiber Dresdner Luisenhof will im Frühling wieder öffnen

Noch haben die Handwerker das Sagen im Traditionslokal Luisenhof an der Bergbahnstraße in Dresden. Doch im Frühling 2018 soll die beliebte Gaststätte – die aufgrund der schönen Aussicht, die sie bietet, auch der „Balkon von Dresden“ genannt wird, nach fast dreijähriger Schließzeit wieder öffnen.

Visualisierung des Gastraumes in der Traditionsgaststätte Luisenhof in Dresden.

Quelle: O+M Architeken

Dresden. Viele Dresdner hatten schon nicht mehr daran geglaubt, dass man im Luisenhof, einer beliebten Gaststätte mit Tradition und traumhafter Aussicht über die Stadt, jemals wieder einkehren kann. Eingefleischte Skeptiker sahen selbst in der Interimsbewirtschaftung der Terrasse im vergangenen Sommer kein hinreichendes Indiz, dass im Restaurant tatsächlich wieder Leben einzieht. Doch jetzt ist der Zehn-Jahres-Mietvertrag mit Option auf Verlängerung unterschrieben und es wird emsig gebaut. „Im Frühling werden wir den Luisenhof wiedereröffnen. Ab sofort nehmen wir Reservierungen zum Beispiel für Hochzeiten und andere Feiern entgegen“, so Carsten Rühle am Donnerstag vor Ort an der Bergbahnstraße.

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Noch haben die Handwerker das Sagen im Traditionslokal Luisenhof an der Bergbahnstraße in Dresden. Doch im Frühling 2018 soll die beliebte Gaststätte nach fast dreijähriger Schließzeit wieder öffnen. Carsten Rühle und seine Frau Carolin Rühle-Marten stellten am Donnerstag ihre Pläne vor.

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Der 48-Jährige und seine zwölf Jahre jüngere Frau Carolin Rühle-Marten – beide gebürtige Dresdner und erfahrene Gastronomen – sind die neuen Betreiber des Luisenhofes. Sie wollen die beliebte Einkehrstätte, in der sie vor Jahren selbst schon privat gefeiert haben, als Familienunternehmen weiterführen. „Bei uns sollen sich alle Generationen wohlfühlen“, so Carolin Rühle-Marten. Beide betonten, dass sie „stolz und dankbar“ seien, „Teil der Geschichte dieses Hauses sein zu dürfen“. „Natürlich werden wir dem Luisenhof unsere Handschrift verleihen – so wie es vor uns die Familien Voigt und Schumann getan haben“, ergänzt Carsten Rühle.

Kartoffelsuppe, Sauerbraten und Schnitzel werden die Gäste ebenso auf der Karte finden, wie „moderne Gerichte, bei denen sich die Küchenmannschaft mehr austoben kann“. Auch Kuchen und Torte soll es geben, allerdings werden die bei einer namhaften einheimischen Konditorei eingekauft. Welcher der beiden Platzhirsche das Rennen macht, ist noch nicht entschieden. Wenn das Kaffeegeschäft tatsächlich laufe, werde er darüber nachdenken, zu einem späteren Zeitpunkt auch einen Konditor bzw. eine Konditorin einzustellen. Doch so weit sei es jetzt noch nicht. Rühles wollen mit 16 Mitarbeitern – acht in der Küche und ebenso viele im Service – starten. Bewerbungsstart ist im Januar.

Zum Preisniveau gab es am Donnerstag noch keine konkreten Informationen. Die Kalkulation laufe noch. Aber auf jeden Fall soll der Luisenhof kein Luxusrestaurant werden. Auch einen konkreten Eröffnungstermin wollte Carsten Rühle noch nicht nennen, aber der Fokus liegt wohl auf April.

Momentan haben noch die Handwerker das Sagen. Denn der Luisenhof wird umgebaut, modernisiert und verkleinert. Die Baugenehmigung für das „sehr komplexe Vorhaben“ liege noch nicht vor, so Joel Rosenberg von MabeImmo. Das Unternehmen verwaltet den Luisenhof im Auftrag des Eigentümers, der Patria Casa Vermögensverwaltung aus Aachen. „Dass und was wir jetzt hier schon bauen, ist aber mit der Bauaufsicht abgestimmt. Wir verlegen Rohre, ziehen Trockenbauwände ein, machen also nichts, was statisch Relevanz hat“, versichert Rosenberg.

Der Eigentümer investiert eine „mittlere sechsstellige Summe“ in die denkmalgerechte Sanierung des Luisenhofes, der auch künftig keinen behindertengerechten Zugang haben werde. „Das kann bautechnisch nicht umgesetzt werden“, sagt Rosenberg. Da müssten die Servicemitarbeiter des Restaurants im Bedarfsfall Hilfestellung leisten.

Rühles stecken ihrerseits eine „hohe sechsstellige Summe“ – über 500 000 Euro - in das Restaurant. Das wird künftig nicht mehr 500 Plätze wie vor der Schließung vor zweieinhalb Jahren haben, sondern nur noch 300. Davon 170 Plätze innen und 130 auf der Terrasse. Nur so konnte für die Ausflugsgaststätte ein Betreiber gefunden werden. Was mit den 500 Quadratmetern Fläche passiert, um die die Gaststätte verkleinert wird, darüber konnte Joel Rosenberg noch keine Auskunft geben.

Von Catrin Steinbach

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