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Dresdner Luft wohl auch nach Diesel-Update noch zu dreckig

Stickoxid Dresdner Luft wohl auch nach Diesel-Update noch zu dreckig

Die Luft in fast 70 deutschen Städten bleibt nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums wohl auch nach Umsetzung der Beschlüsse des Dieselgipfel schmutziger als erlaubt. Das gilt den Berechnungen zufolge auch für Dresden.

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Quelle: dpa

Dresden. Die Luft in fast 70 deutschen Städten bleibt nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums wohl auch nach Umsetzung der Beschlüsse des Dieselgipfel schmutziger als erlaubt. Das gilt den Berechnungen zufolge auch für Dresden, während Leipzig von den Software-Updates für eine bessere Abgasreinigung und Umtauschprämien für ältere Diesel profitieren dürfte.

Die Maßnahmen sollen die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickoxid laut Umweltbundesamts (UBA) um bis zu sechs Prozent drücken. In Städten, in denen die Stickoxid-Werte im Jahresmittel weiter über der Marke von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter lägen, drohen weiterhin Diesel-Fahrverbote.

Bei seinen Berechnungen geht das UBA davon aus, dass zwischen 3,5 und 5 Millionen Besitzer neuerer Diesel der Abgasnormen Euro 5 und 6 das freiwillige Update an der Motorsoftware vornehmen lassen. Die Experten rechneten mit einer Minderung des Stickoxid-Ausstoßes zwischen 15 und 25 Prozent durch die Updates.

Die Wirkung der Umtauschprämien für Besitzer älterer Diesel, die sich neue Modelle zulegen, schätzen die Experten auf null bis zwei Prozent. „Deutlich höher wäre die Wirkung, wenn die Prämie nur für den Kauf sehr sauberer Fahrzeuge eingesetzt würde“, hieß es in der Mitteilung. Prämien gibt es derzeit auch für neue Euro-6-Diesel, die im Alltagsgebrauch deutlich schmutziger sind als im Labor.

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) mahnte angesichts der Berechnungen weitere Verbesserungen an den Diesel-Fahrzeugen an. „Also nicht nur die Software, sondern auch die Hardware.“ Solche Nachrüstungen am Motor selbst lehnt die Autobranche bisher ab.

Die sächsische AfD stellt das Grenzwertsystem insgesamt in Frage. Partei- und Fraktionschefin Frauke Petry warf der Bundesregierung vor, zusammen mit den Grünen Stimmung gegen Autoindustrie und den Dieselmotor zu machen.

Von der Bundeskanzlerin öffentlich geäußerte Gedanken über ein Ende des Verbrennungsmotors nannte sie „skandalös“. Ein Zusammenhang zwischen Schadstoffbelastung und tausenden Toten, die diesen angeblich jährlich zum Opfer fielen, sei wissenschaftlich nicht belegt. Die bestehenden Grenzwerte müssten auf den Prüfstand, „bevor vorschnell weitere Fahrverbote verhängt werden“.

Der Bundestagsuntersuchungsausschuss habe festgestellt, dass strengere NO2-Werte nicht notwendig seien. „Das heißt, hier wird ganz offensichtlich von den Grünen - und ohne Not von der Bundeskanzlerin - ein Thema im Wahlkampf nach vorn geprügelt, das definitiv kein Thema ist.“

Petry äußerte indirekt auch Verständnis für Manipulationen der Autoindustrie. Zwar wolle sie nicht gutheißen, was bei VW passiert sei. „Wenn man die Autoindustrie weltweit wegen angeblich zu hoher CO2-Konzentrationen - meinem Empfinden nach unwissenschaftlich - unter Druck setzt, dann muss man sich nicht wundern, wenn die schnelle Mittel und Wege suchen, um sich diesem politischen Druck zu entziehen.“

dpa

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