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Lokales Dresdner Lovoo-Verantwortliche müssen 1,2 Millionen Euro zahlen
Dresden Lokales Dresdner Lovoo-Verantwortliche müssen 1,2 Millionen Euro zahlen
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18:25 29.09.2016
Symbolfoto Quelle: dpa
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DRESDEN

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat das Verfahren gegen die Verantwortlichen des Dating-Portals Lovoo eingestellt. Das teilte der Sprecher der Behörde, Oberstaatsanwalt Claus Bogner mit. Die Mitarbeiter des Unternehmens, gegen die wegen Betrugs ermittelt wurde, mussten Geldauflagen zahlen. Alles in allem handelt es sich um 1,2 Millionen Euro, teilte Bogner mit.

Den 12 Beschuldigten, darunter auch die Chefs des Datingportals mit Sitz an der Prager Straße, wurde zur Last gelegt, sogenannte Fake-Profile genutzt zu haben. Dabei handelt es sich um fingierte Partnersuche-Anzeigen. Kunden, die die dabei vorgestellten Personen interessant finden, haben sich daraufhin bei Lovoo angemeldet und Geld dafür bezahlt, Details zu den vermeintlich Partner-Suchenden zu erfahren. Dabei handelte es sich um Beträge zwischen 20 Cent und 20 Euro, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Die 12 Beschuldigten sollen auf diese Weise einen Millionenbetrag in die eigenen Taschen gescheffelt haben. Es handelte sich um mehr als 1,18 Millionen Euro, haben die Ermittlungen gegen Lovoo ergeben. Die Verantwortlichen müssen dafür nun mit Geldzahlungen zwischen wenigstens 5000 und bis zu 390 000 Euro büßen, so Oberstaatsanwalt Bogner. Das Geld soll gemeinnützigen Organisationen aus der Region Dresden zugute kommen, 300 000 Euro werden in die Kasse des Freistaats gelenkt.

Entscheidend für die Verfahrenseinstellung war laut den Ermittlern, dass die Individualschäden vergleichsweise gering waren und die Beschuldigten mit den Fahndern zusammengearbeitet haben. Das treffe vor allem für die damals verantwortlichen Geschäftsführer zu. Als der Betrug im Juni aufflog, waren das Benjamin Bak und Alexander Friede. Bak zog sich später aus der Geschäftsführung zurück. Außerdem sei keiner der 12 Beschuldigten vorbestraft gewesen, begründete Bogner die Verfahrenseinstellung weiter.

Das Dating-Unternehmen mit Hauptsitz in Dresden kann aus Sicht der Staatsanwaltschaft weiter existieren. Dort seien Maßnahmen eingeleitet worden, die ähnliche Vorfälle künftig verhindern sollen, so die Behörde. Zudem sei eine Wiedergutmachung auf Kulanzbasis organisiert worden und das Unternehmen habe sich verpflichtet, unbürokratisch Fotos zu löschen, die für die Betrügereien verwendet wurden.

Von Christoph Springer

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