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Lokales Dresdner Lindenschänke wegen Flutschäden geschlossen
Dresden Lokales Dresdner Lindenschänke wegen Flutschäden geschlossen
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17:12 09.09.2015
Uwe Engert zeigt die vergammelte Fußbodendämmung. Quelle: Hauke Heuer

Der Betreiber der Lindenschänke am Elbufer in Mickten beseitigt in diesen Tagen die letzten Folgeschäden des Hochwassers 2013. Bis 31. März bleibt das beliebte Ausflugslokal geschlossen. "Wir haben mit der Sanierung lange gewartet. Jetzt schließen wir während der Wintermonate. Im Moment würden sowieso nur ein Drittel der Kunden kommen", sagt Andrea Engert, die die Gaststätte vor vier Jahren gemeinsam mit ihrem Mann übernommen hat.

Warum es derzeit weder Essen noch Bier in der Lindenschänke gibt, wird klar, wenn man einen Blick in den Gastraum wirft. Alles ist entkernt. Nur den schwarzen Estrich und blanke Wände haben die Bauarbeiter übrig gelassen. "Der ganze Boden wird herausgerissen und erneuert", sagt Uwe Engert und erklärt, "das Gebäude war bereits 2013 komplett durch Schotten gesichert. Der Vorbesitzer hat die Fundamente mit einer Wanne vor Überschwemmungen geschützt. Aber das hat nicht gereicht. Beim Anziehen der Schotten ist ein Riss im Sandsteinrahmen der Terrassentür entstanden. Das Wasser lief dann in die Fußbodendämmung". Das Ergebnis kann an der Türschwelle beobachtet werden: Vergammeltes Dämmmaterial quillt unter dem Estrich hervor.

Damit nicht noch einmal Wasser in die Einkehr fließt, lassen die Engerts in diesen Tagen 15 neue Schotten anbringen. Die sind tiefer verankert. So soll es nicht wieder zu rissen kommen. Drei Viertel der Kosten werden von der Versicherung übernommen.

Neben dem Ausbau ihrer Gaststätte wird in der Lindenschänke vor allem auf Vorbereitung gesetzt. "Wenige Monate vor der Flut 2013 haben wir mit unseren Mitarbeitern eine "Katastrophenübung" durchgeführt. So wusste im Ernstfall jeder was zu tun war - diese Praxis behalten wir bei", sagt Uwe Engert.

Ob es das Ehepaar mittlerweile bereut, ein Restaurant am Elbufer erworben zu haben? "Wir bereuen nichts und haben damit gerechnet. Jetzt müssen wir mit der Situation leben."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.01.2015

hh

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