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Dresdner Kulturpalast bekommt Gift-Meldebienen

Umweltwächter Dresdner Kulturpalast bekommt Gift-Meldebienen

Der Kulturpalast bekommt ein paar flotte Bienen – und die übernehmen einen ganz besonderen Job für die Stadt: Sie werden einen Alarmtanz aufführen, wenn sie Pestizide und andere Gifte in der Umgebung spüren. Ein sogenannter Umweltspäher wird die Tanzdarbietungen der Immen im Auge behalten und die Giftalarme an die Behörden weiterleiten.

 
 

Quelle: Christian Juppe

Dresden.  Der Kulturpalast bekommt ein paar flotte Bienen – und die übernehmen einen ganz besonderen Job für die Stadt: Sie werden einen Alarmtanz aufführen, wenn sie Pestizide und andere Gifte in der Umgebung spüren. Ein sogenannter Umweltspäher – ein mit speziellen Sensoren gespickter Kasten – wird die Tanzdarbietungen der Immen im Auge behalten und die Giftalarme an die Behörden weiterleiten. Das haben die Städtischen Bibliotheken Dresden angekündigt.

Die Bienen hätten sich so oder so angesiedelt: Nun, da der Kulturpalast umgebaut und auch die neue Zentralbibliothek fertig eingeräumt ist, kehren am 6. Juli auch die Immen zurück, das sich vor den Bauarbeiten bereits an dem Gebäude häuslich niedergelassen hatten. Die vier Bienen-Völker werden einen Platz auf dem Balkon an der Ostseite des Palastes bekommen. Besonders von der Kinderabteilung der Zentralabteilung sollen sie in Zukunft gut beobachtbar sein.

Die Idee, die Kommunikationstänze von Bienenvölkern für die Umweltüberwachung einzusetzen, geht auf den Neurobiologen Prof. Randolf Menzel von der FU Berlin zurück. Er und seine Kollegen hatten die sozialen Signale, von Biene zu Biene in einem Immen-Volk weitergegeben werden, genauer untersucht. Dabei hatte sich gezeigt, dass diese Flugtänze zum Beispiel anzeigen, wenn Pestizide auf das Gehirn der Arbeitsbienen gewirkt haben – und dass die dahinterstehenden „elektrischen Koloniesignale“ (EKS) durch menschengemachte Sensoren inzwischen automatisch erfassbar sind. Mittlerweile kümmert sich ein Verein namens „Mellifera“ um das Projekt und hat für den weiteren Ausbau auch schon Geld im Internetschwarm (“Crowdfunding“) eingeworben. Inzwischen kooperieren die Berliner Biologen mit einem Dutzend Imkern bundesweit.

Von DNN

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