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Dresdner Kreuzschüler Jonathan Biedermann hat das Abi mit 1,0 gemacht

Dresdner Kreuzschüler Jonathan Biedermann hat das Abi mit 1,0 gemacht

Jonathan Biedermann vom Kreuzgymnasium hat das Kunststück fertig gebracht und eine 1,0 auf dem Abi-Zeugnis stehen. Die DNN sprachen mit dem 18-Jährigen, der in der Nähe von Stolpen wohnt, deshalb jeden Tag drei Stunden Schulweg hatte und außerdem noch Ski Alpin fährt und Klavier spielt.

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Ist ein leidenschaftlicher Skifahrer, spielt seit vielen Jahren Klavier und hat das Abi mit 1,0 bestanden: Jonathan Biedermann aus dem Kreuzgymnasium.

Quelle: Carola Fritzsche

Frage : Warum haben Sie denn einen so weiten Schulweg in Kauf genommen?

Jonathan Biedermann : In der 5. Klasse bin ich noch auf dem Götzinger-Gymnasium in Neustadt gewesen. Als es geschlossen wurde, haben mein anderthalb Jahre älterer Bruder und ich uns nach einer anderen Schule umgeschaut und sind am Kreuzgymnasium angenommen worden.

Welche Prüfung fanden Sie am schwersten?

Deutsch. Das Fach ist nicht unbedingt meine Stärke. In Mathe habe ich zwischendurch auch mal ein bisschen gegrübelt. Chemie und Gemeinschaftskunde gingen locker von der Hand. Ich war in Mathe, Chemie und Deutsch schriftlich dran, in Physik und Gemeinschaftskunde mündlich.

Was kam denn dran in Deutsch?

Wir sollten ein Gedicht von Goethe interpretieren oder die Novelle von Günter Grass "Im Krebsgang" erörtern. Ich habe Grass genommen.

Wie haben Sie sich vorbereitet aufs Abi?

Mit Chemie habe ich lange vorher angefangen. Chemie ist mein Steckenpferd. Unsere Lehrerin hat uns gestriezt und jede Woche einen Wiederholungstest geschrieben. Das war gut. In den Winterferien habe ich angefangen, Matheaufgaben zu rechnen. Für Deutsch habe ich am wenigsten gemacht. Und auf die mündlichen Prüfungen in Physik und Gemeinschaftskunde habe ich mich erst vorbereitet, als die schriftlichen Prüfungen vorbei waren.

Welchen Tipp geben Sie Schülern, die im kommenden Schuljahr das Abi machen?

Mein Rat: Eine gute Zeitplanung ist die halbe Miete. Weil ich so weit draußen wohne, bin ich jeden Tag drei Stunden unterwegs gewesen. Mit der Zeit lernt man, die wenige Zeit zu nutzen, die man hat. Bis zur Sekundarstufe zwei musste ich zu Hause nie groß etwas lernen. Im Zug und im Bus habe ich mich intensiv auf die Schule vorbereitet und dann auch im Unterricht gut mitgemacht. Außerdem brauche ich wenig Schlaf.

Wie lange denn?

Fünf Stunden, wenn es hart auf hart kommt. In der Schulzeit hatte ich im Schnitt sechs Stunden Schlaf.

Sie fahren auch Ski Alpin, sind jetzt Sachsenmeister der Junioren geworden...

Ich bin im Skiclub Rugiswalde in der Nähe von Sebnitz und trainiere an meinem Heimhang, so viel es geht. Der ist natürlich relativ flach, aber Hauptsache, man hat mal ein bisschen Schnee unter den Füßen. Wichtig sind die Trainingslager in den Alpen. Dieses Schuljahr habe ich drei Wochen dort trainiert.

Wie sind Sie auf die Idee gekommen, Ski zu fahren?

Mein Vater ist leidenschaftlicher Sportler - früher hat er gefochten, heute fährt er Rennrad und Ski. Als ich drei war, hat er mich das erste Mal auf Skier gestellt. Laut Aussage meines Vaters habe ich allerdings mit meinen ersten beiden Skiausrüstungen erst einmal Schneebuden gebaut.

Was machen Sie sonst noch so in Ihrer Freizeit?

Ich treffe mich mit Freunden und spiele gern Klavier - bis zu den vergangenen Weihnachtsferien habe ich fünf bis sechs Stunden pro Woche geübt und dann aber aufgehört, um mich ordentlich aufs Abi vorbereiten zu können.

Wollen Sie sofort mit dem Studium beginnen oder erst mal ein Jahr ins Ausland gehen?

Ich will gleich anschließend Medizin studieren, vielleicht in Dresden. Da hätte ich die Chance, auch weiter Ski fahren zu können auf meinem Hang.

Gespräch: Katrin Richter

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.06.2012

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