Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Kreuzchor singt am 22. Dezember im Stadion
Dresden Lokales Dresdner Kreuzchor singt am 22. Dezember im Stadion
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:00 29.10.2017
Thaddäus (l.) und Georg sind zum ersten Mal beim Weihnachtskonzert im Stadion dabei. Die beiden zehnjährigen Kruzianer freuen sich schon sehr darauf.   Quelle: Foto: Anja Schneider
Anzeige
Dresden

 Zum dritten Mal wird der Kreuzchor am 22. Dezember bei einem großen Konzert im DDV-Stadion Weihnachtslieder gemeinsam mit tausenden Besuchern singen – und Dresden hat damit eine neue Tradition zur Adventszeit. „Ich freue mich darauf. Ich weiß genau, wie glücklich die Leute sind, dass sie einstimmen können, wenn man sie zum Mitsingen einlädt“, sagt Kreuzkantor Roderich Kreile. Auch den Kruzianern mache dieser nicht alltägliche Auftritt – in einem Stadion und mit einer Band – viel Spaß.

„Dieses Format ist aus unserem Tun hier in Dresden nicht mehr wegzudenken“, freut sich Kreile. Und es kommt offenbar auch bei den Dresdnern gut an. Beim ersten Konzert 2015 wurden 12 000 Zuschauer gezählt, ein Jahr später schon 20 000. Diesmal rechnen die Veranstalter mit noch mehr Besuchern. Der Vorverkauf läuft seit 16. Oktober, schon über ein Drittel der Karten ist weg. Das Konzept sei ähnlich wie in den Vorjahren. „Es gibt Stücke, die die Leute von uns erwarten“, weiß der Kreuzkantor, der aber auch einige Lieder neu ins Programm aufnimmt. Welche bekannten Namen diesmal dabei sind, verriet er noch nicht. Zuletzt wirkte Popstar Cassandra Steen mit.

Festlich und auf der ganz großen Bühne – so wie der Dresdner Kreuzchor während der vorherigen Weihnachtszeit mit einem Open-Air-Adventskonzert in sein 800. Jubiläumsjahr gestartet war, so verabschiedet er sich am Donnerstag auch standesgemäß davon.

Neu sei in diesem Jahr, dass Streicher vom Landesmusikgymnasium und Heinrich-Schütz-Konservatorium die Band bereichern. Zudem werden im Stadion erstmals zahlreiche Herrnhuter Sterne für weihnachtliches Flair sorgen. Der neue Kooperationspartner aus der Oberlausitz ist für die Dekoration verantwortlich und will mit bis zu 1,90 Meter großen Exemplaren aufwarten.

Auch der Kreuzchor selbst will mit dem Auftritt ein besonderes Signal senden. „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben, möglicherweise wahrnehmbaren negativen Bildern, die aus Dresden kommen, positive entgegenzusetzen“, erklärt Roderich Kreile. „Man darf das Singen von Weihnachtsliedern, das Erzeugen einer weihnachtlichen Stimmung zur Verkündung der Botschaft des Friedens nicht grölenden Leuten auf den Straßen überlassen“, spielt der Kreuzkantor auf das Weihnachtsliedersingen tausender Pegida-Demonstranten an, das 2016 auf dem Theaterplatz zum dritten Mal stattfand. Dieser Aspekt sei ihm auch im Umgang mit den Kruzianern unter pädagogischen Gesichtspunkten wichtig.

Zweifelsohne trifft sein Kreuzchor den Ton besser. Das weiß auch Dynamo Dresdens Sport-Geschäftsführer Ralf Minge, der sich nicht nur als Fußball-, sondern auch als Kreuzchor-Fan sieht. Er freut sich, dass beide Aushängeschilder der Stadt „Doppelpass spielen“, denn ein Geben und Nehmen bahnt sich an: Wenn der Chor zwei Tage vor Heiligabend wieder im „Wohnzimmer“ der schwarz-gelben Kicker singt, wird der Rasen so sehr ramponiert, dass er ausgewechselt werden muss. Dynamo beteilige sich an den Kosten. Für jede Konzertkarte, die an den Stadionkassen gekauft wird, fließt ein Euro in die Nachwuchsarbeit der SGD. „Eine sehr, sehr tolle Geste“, findet Minge.

Auch die Stadt hat großen Gefallen an dem Stadionkonzert gefunden, das einer der Höhepunkte in der Adventszeit in der Weihnachtsstadt Dresden sei. „Momentan strahlt es in die Stadt und die Region aus, aber da steckt ein hohes touristisches Potenzial drin“, berichtet Kai Schulz, designierter Dresden-Marketing-Chef, der verstärkt Reisegruppen mit diesem zusätzlichen Angebot anlocken will.

Von Stefan Schramm

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Obdachlose finden vom 1. November an wieder eine Unterkunft in den Nachtcafés von Dresdner Kirchgemeinden. Sie und auch bedürftige oder einsame Gäste aus der Nachbarschaft können gemeinsam essen und sich austauschen. Mit dabei sind vier vangelische, zwei katholische und erstmals eine methodistische Gemeinde.

01.11.2017

Ein grüner Teppich für die anreisenden Gäste, ein Hope-Award für Anja Ringgren Lovén für ihr Engagement für sogenannte „Hexenkinder“ und eine Rekordspendensumme: Am Samstagabend ging in Dresden die 12. Hope-Gala im Kulturpalast über die Bühne.

29.10.2017

Unter dem Motto „Fröhlich Gruseln in der Heide“ lädt die Hofewiese am Montag zu einem bunten Halloween-Programm auf ihr Areal am Gänsefuß 55 in Langebrück ein.

29.10.2017
Anzeige