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Lokales Dresdner Konsortium entwickelt neuartige Fassaden mit Solarzellen
Dresden Lokales Dresdner Konsortium entwickelt neuartige Fassaden mit Solarzellen
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18:31 09.09.2015
Auf dem in Dresden entwickelte Fassadenelement können transparente organische Solarzellen und organische Leuchten in die Scheibe eingekapselt werden. Quelle: Fraunhofer COMEDD

Und die liefern zusammen soviel Strom ab, dass nicht nur all die Computer, Klimaanlagen und anderen technischen Geräte versorgt sind, sondern die Hochhäuser auch noch etwas übrig haben, um nachts sonnenähnliches Licht in die Straßenschluchten zu werfen - abgestrahlt von Organischen Leuchtdioden (OLEDs), die ebenfalls in die Scheiben eingekapselt sind.

Dies mag noch eine Zukunftsvision sein. Doch auf den Weg dahin sind Dresdner Forscher und Ingenieure im Zuge des EU-geförderten Programms nun ein ganzes Stück weiter gekommen: Sie haben Prototypen eines Glasfassadenmoduls vorgestellt, auf dem OLEDs wie auch organische Solarzellen auflaminiert sind. Möglich ist dabei prinzipiell auch der Einsatz transparenter Leuchten und Zellen, so dass die Scheiben durchsichtig bleiben.

Beteiligt sind an dem Projekt das Fraunhofer-Zentrum für Organikelektronik (Comedd), die OLED-Leuchtenfirma Tridonic und die Organiksolar-Fabrik Heliatek aus Dresden sowie die thüringische "GSS Gebäude Solarsysteme" aus Korbußen. Sie zeigten anhand dieses Demonstrators auch, wie viele Zulieferer und Produzenten solcher Spezialprodukte per Internet zusammenarbeiten können, selbst wenn sie weit voneinander entfernt agieren. Dabei werden die Wunsch-Bauelemente beispielsweise eines Hochhausarchitekten über eine Rechnerwolke ("Cloud") an die einzelnen Glieder einer Produktionskette übermittelt.

In diesem Falle wurde so via Internet die Produktion der gewünschten Organik-Solarmodule, OLEDs und Fassadenelemente in einer virtuellen Fabrik zusammengeführt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.08.2013

Heiko Weckbrodt

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