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Lokales Dresdner Kita "Schlaumäuse" ist jetzt als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert
Dresden Lokales Dresdner Kita "Schlaumäuse" ist jetzt als "Haus der kleinen Forscher" zertifiziert
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17:52 09.09.2015
Unter anderem lernten die Kinder beim Forschertag, wie man eine Sanduhr baut. Quelle: Kita Schlaumäuse

Sie durchliefen dabei zum Thema "Zeit" Experimente und lernten zum Beispiel, wie Pendel funktionieren oder wie man eine Sanduhr baut. Organisiert wurde der Tag im Rahmen der Initiative "Haus der kleinen Forscher", mit der die Kita "Schlaumäuse" zertifiziert wurde. Heute treffen sich in Chemnitz alle "Häuser der kleinen Forscher" des Landes zur "Sachsen-Gala".

Das Projekt wurde 2006 von der Helmholtz-Gemeinschaft, der Siemens-Stiftung, der Dietmar-Hopp-Stiftung und McKinsey & Company gemeinsam gegründet. Im "Haus der Kleinen Forscher" werden die Kinder an Naturwissenschaften, Mathematik und Technik spielerisch herangeführt. "Es geht nicht nur um naturwissenschaftliche Früherziehung", erklärt Luise Möller, leitende Sozialpädagogin der Kita, "sondern auch darum, dass sich diese im ganzen pädagogischen Alltag der Kita wiederfindet." Die Kinder können die Experimente auch ohne Erzieher wiederholen; es geht schließlich darum, Forschen anzuregen, das nicht nach Schulunterricht aussieht.

2010 bewarb sich die Kita "Schlaumäuse" beim "Haus der kleinen Forscher". Seitdem haben alle Mitarbeiter mindestens die Grundfortbildung der Initiative abgeschlossen und dabei gelernt, wie man Experimente zu den vier Elementen durchführen und kindgerecht erklären kann. Weitere Fortbildungen behandeln zum Beispiel Magnete, Akustik und Strom. Der Trägerverein der Kita, DIS-Kinderfreunde, bezahlt alles: Für jeden der 24 Mitarbeiter pro Jahr etwa 300 Euro.

Den Kindern gefällt das Projekt an ihrer Kita sehr, auch von den Eltern werden Luise Möller und ihre Kollegen kräftig unterstützt. "Die Eltern haben schon gesagt, wenn es Kuchenbasare gibt, soll das Geld an die Forscherecke gehen." Die Forscherecke ist ein Tisch in der Kita "Schlaumäuse", an dem sich die Kinder Forscherkittel und Materialien holen und die Experimente, die sie gelernt haben, nachbauen können. So lernen sie auch selbstständig ihrer Neugier und ihren Interessen nachzugehen. Im Kita-Alltag ist das Forschen immer präsent. Es gibt mindestens ein Experiment pro Woche, doch auch in Liederstunden, Geschichten und Ausflügen geht es um die Jahresthemen: Für "Feuer" besuchten die Kinder die Feuerwehr, zählten die Feuerlöscher im Haus und lernten, womit man Feuer löschen kann. Für "Wasser" ging es in die Kläranlage Kaditz, bei "Erde" wurde nach Regenwürmern gegraben. Nach jeder Station haben die Kinder eine kleine Prüfung. Wenn sie alles erklären können, bekommen sie in ihrem Forscherpass einen Stempel.

Möller ist von dem Konzept "Haus der kleinen Forscher" begeistert: "Bei Brettspielen fasziniert mich, dass die Kinder die Punkte auf dem Würfel nicht mehr nachzählen und auch nicht Feld für Feld, sondern in einem Zug vorrücken. Daran erkenne ich, dass sie bereits früh ein ausgeprägtes Zahlen- und Mengenverständnis haben." Um den Umgang mit Mathematik zu stärken, wurden die Gruppen auch nicht, wie üblich nach Tieren benannt, sondern durchnummeriert. "Unsere Kinder wissen, je größer die Zahl ihrer Gruppe ist, desto älter sind sie." Viele können dadurch schon mit vier bis 30 zählen - "und das auch rückwärts", meint Möller stolz. "Unsere Vorschüler schaffen es sogar bis 100."

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 14.06.2013

Lara Schech

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