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Dresdner Kinderuni startet mit Blick auf Sachsens Bauern

Vorlesungsstart Dresdner Kinderuni startet mit Blick auf Sachsens Bauern

Die Vorlesungen für das neue Semester haben begonnen – jedenfalls in der Kinder-Universität, die mit dem Wintersemester 2017/18 in ihre 27. Runde geht. Zu Beginn ging es um die Frage: „Wie lebten die ersten Bauern in Sachsen?“

Start der Dresdner Kinderuni 2017/18

Quelle: Anja Schneider

Dresden.  Die Vorlesungen für das neue Semester haben begonnen – jedenfalls in der Kinder-Universität, die mit dem Wintersemester 2017/18 in ihre 27. Runde geht. Bei dem gemeinsamen Projekt der Technischen Universität Dresden und des Deutschen Hygiene-Museums erlangen Kinder in Hörsaal-Atmosphäre in vier Vorlesungen spannende Erkenntnisse über Themen, die in der Schule nicht immer auf dem Plan stehen.

Den Anfang machte am Dienstag im Großen Saal des Hygiene-Museums Prof. Dr. Sabine Wolfram, Direktorin des Staatlichen Museums für Archäologie in Chemnitz (smac). Sie beschäftigte sich im ihrem dreiviertelstündigen Vortrag mit der Frage: „Wie lebten die ersten Bauern in Sachsen?“ Dies bezeichnete die Archäologin als ihr persönliches Lieblingsthema. Was Bauern ausmache, wussten die Kinder im Saal ganz genau. „Sie ernten das, was sie selbst angebaut haben, und züchten Tiere“, meinte eine aufgeweckte Schülerin. Aber noch ein weiterer Punkt ist wichtig: „Bauern ziehen nicht um“, erklärte Dr. Wolfram. „Früher waren die Menschen Jäger und zogen weiter, wenn es nichts mehr zu jagen gab. Als Bauern wurden sie sesshaft.“

Die Vorlesungen für das neue Semester haben begonnen – jedenfalls in der Kinder-Universität, die mit dem Wintersemester 2017/18 in ihre 27. Runde geht.

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Die ersten Bauern habe es vor rund 11 000 Jahren im vorderen Orient gegeben, führte Wolfram weiter aus. Dort haben sie erstmals Wildgras als Getreide angebaut und Tiere wie Rinder, Schweine und Schafe domestiziert. Mit der Zeit ist dieser Bauernstand nach Europa gekommen. Dort, wo sie vor vielen Tausend Jahren ihre Häuser und Höfe gebaut haben, können heute bei archäologischen Ausgrabungen Rückstände von Holzpfosten entdeckt werden. Danach ist es möglich, den Grundriss der Häuser zu rekonstruieren. „Bauernhäuser waren meist um die 20 Meter lang und acht Meter breit, konnten aber manchmal auch gut die doppelte Größe haben.“

Nebenbei habe man im Umfeld dieser im Erdreich verborgenen Holzspuren auch Teile alter Werkzeuge oder Gefäße gefunden, die bis zu 6500 Jahre alt sind und Rückschlüsse auf die Arbeitsweisen der Menschen in dieser Zeit zulassen. So hätten Beile oder Hacken Klingen aus geschliffenem Stein gehabt, Töpfe und Vasen wurden aus Keramik gefertigt, die aufgrund ihrer Verzierung als Bandkeramik bezeichnet wird.

Die nächste Vorlesung der Kinder-Universität findet an gleicher Stelle am 24. Oktober statt. Hier bekommen die Kinder Antworten auf die Fragen, was mit Haustieren in einer Tierklinik passiert und wie sie dort gepflegt werden. Am 7. November geht es auf eine aufschlussreiche fiktive Forschungsreise an den Südpol, den Abschluss des Semesters macht am 21. November Cellist Jan Vogler, der von seinen musikalischen Reisen berichtet. Anmeldungen sind nicht mehr möglich – alle vier Veranstaltungen des Semesters sind mit jeweils 550 teilnehmenden Kindern ausgebucht. Die nächste Chance gibt es im Frühjahr 2018. Mehr Infos stehen auf der Homepage www.ku-dresden.de.

Von DNN

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