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Dresden Lokales Dresdner Kinder-Uni macht Ferien
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10:48 19.11.2015
Sophie, Dozent Mario Rüdiger, Kristian, Carlotta und Antonette (hinten, v.l.) sowie die Jungstudenten Julien, Szymon, Laura, Lilly und Enya (vorn, v.l.) erforschten am Dienstag bei der Kinder-Uni die Entstehung von Zwillingen und Drillingen. Quelle: Anja Schneider
Dresden

Diesmal ging es darum, den Kindern zu erklären, wie Zwillinge und Drillinge entstehen. Dabei wurde klar - die Jungstudenten wissen schon über eine ganze Menge Bescheid.

Die vierte Vorlesung der Winter-Kinder-Uni sollte die Frage klären, wieso eine Mutter manchmal mit mehr als nur einem Kind schwanger ist und welche Vorzüge und Nachteile es haben kann, wenn Geschwister am selben Tag Geburtstag haben. Mario Rüdiger, leitender Arzt an der Kinder- und Jugendklinik Carl Gustav Carus, zeigte anhand anschaulicher Grafiken, Videos und Bilder, wie ein Kind entsteht, wie es sich entwickelt und worin der Unterschied von ein- und zweieiigen Zwillingen besteht.

Bei vielen Fragen, die der Arzt den Kindern stellte, wurde deutlich, dass sie sich bereits bestens auskennen. Was ist nötig, damit ein Kind entsteht? "Mama und Papa", antwortete eine Jungstudentin aus der ersten Reihe. Und auch den Unterschied zwischen ein- und zweieiigen Zwillingen konnten die kleinen Forscher benennen. Dabei stellte sich jedoch heraus, dass es bei eineiigen Zwillingen noch Unterschiede gibt. Viele Bilder von Embryonen verschiedenen Stadiums versetzten die Kinder ins Staunen. "So habe ich mal ausgesehen?" "Das sieht doch noch gar nicht wie ein richtiger Mensch aus!" - Dozent Mario Rüdiger erklärte anhand der Bilder, wo sich welche Organe sowie Arme und Beine bei Embryonen befinden.

Große Augen machten die kleinen Studenten, als ihnen 3D-Bilder auf der Leinwand gezeigt wurden, die das kleine Kind im Bauch der Mutter zeigen. Wie haben zwei oder mehr Kinder denn eigentlich Platz im Bauch? "Das ist ein Problem bei Mehrlingsgeburten. Oftmals kommen sie früher zur Welt, weil sie zu wenig Platz haben", so Professor Rüdiger. Der Arzt zeigte den Kindern Bilder von Brutkästen, sogenannten Inkubatoren, auf der Kinderstation im Universitätsklinikum. All die Gerätschaften, die um das Bettchen mit den kleinen Kindern herumstehen, helfen dem Baby beim Wachstum.

Mit lautem Trappeln beendeten die Kinder das Semester der Kinderuni. Insgesamt nahmen sie an vier Vorlesungen teil. Sie lernten, wie das Wasser in den Wasserhahn kommt, unternahmen eine Zeitreise auf den Spuren von Marco Polo und stellten verschiedene Nudelformen her. Viele der Forscher besuchten die Kinder-Uni zum ersten Mal. Auf die Frage, ob sie wiederkommen wollen, ertönt ein lautes "Ja!".

Juliane Just

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