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Dresdner Kids können auf e-bikes zum Kindergarten sausen

e-Mobilität Dresdner Kids können auf e-bikes zum Kindergarten sausen

Radfahren wird immer beliebter. Seit Anfang des Jahres gibt es in Dresden auch e-bikes für Kinder zu kaufen. Während motorisierte Erwachsenenräder bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt werden, liegt die Grenze für die Kleinen bei 20 km/h.

Mattes Putke mit einem E-Bike für Kinder.

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Radfahren wird immer beliebter. Seit Anfang des Jahres gibt es in Dresden auch E-Bikes für Kinder zu kaufen. Die Kinderräder mit elektrischem „Rückenwind“ beginnen bei einer Rahmengröße von 20 Zoll. Damit können sich Kinder ab fünf Jahren auf ein elektrisches Fahrrad schwingen“ sagt Mattes Putke aus dem Dresdner Radgeschäft „Fernwegs“.

Während motorisierte Erwachsenenräder bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h unterstützt werden, liegt die Grenze für die Kleinen bei 20 km/h. Die Eltern können den Motor aber auch eigenständig auf eine schwächere Unterstützung drosseln.

Die „Ben-E-Bikes“ werden in Niedersachsen produziert, wo zwei Eltern die Idee für den kindgerechten, künstlichen Rückenwind kam. Nach einer zweijährigen Entwicklungsphase wurden die Pedelecs für Kinder auf der Essener Fahrradmesse vorgestellt. „Momentan gibt es acht Händler in Deutschland, bei denen die neuen Kinder-E-Bikes im Angebot sind“, weiß Putke.

Das Fahrradgeschäft „Fernwegs“ in im Dresdner Stadtteil Striesen ist auf Fahrräder für den Nachwuchs spezialisiert. Überzeugt hat Mattes Putke der kindgerechte Aufbau des E-Bikes. Der Akku ist deutlich kleiner und damit leichter. So wiege das Kinder-Pedelec nur rund zehn Kilogramm, weiß der Mitarbeiter des Fahrradgeschäfts. „Dadurch kann auch ein Grundschulkind das Rad zum Beispiel über einen Bordstein heben.“

An der Produktion des Ben-E-Bike arbeitet das Unternehmen Amperum mit „Pyrobikes“ zusammen, das auf besonders leichte Alu-Rahmen für Kinderfahrräder spezialisiert ist. Statt wie bei normalen Fahrrädern mit elektrischem Antrieb wird für die Kinderräder kein Mittelmotor verwendet, sondern ein Hinterradantrieb. Auch wenn ein Mittelmotor den Radler im Bezug auf seine Tretleistung exakter unterstützt, hat der Hinterradmotor zwei Vorteile: Er ist weniger verschleißanfällig und deutlich leichter. Bei dem „Ben-E-Bike“ kann das Kind aus fünf Unterstützungsstufen wählen, beispielsweise um einen steilen Anstieg zu überwinden.

Bis jetzt hat das Dresdner Fahrradgeschäft schon drei Kinder-E-Bikes verkauft. Je nach Ausstattung kostet der elektrische Rückenwind für den Nachwuchs zwischen 1600 und 2300 Euro. Die Gründe, warum Eltern tief in die Tasche greifen, um für ihr Kind ein Pedelec zu erwerben, sind ganz verschieden, weiß Putke aus Erfahrung.

Eltern, die selbst ein solches Elektrofahrrad nutzen, wünschen sich, im Urlaub auch große Touren mit ihren Kindern fahren zu können. Durch die elektrische Tretunterstützung sind Gegenwind und Berge für die Sprösslinge leichter zu bewerkstelligen. Zudem ist das Kinder-E-Bike für autofreie Haushalte eine Alternative, z.B. um mit den Kleinen den Kindergarten in bergiger Landschaft zu erreichen.

Putke sieht, genau wie die Dresdner Polizei, keine spezielle Gefährdung, die von Kindern auf E-Bikes ausgeht. Nach Meinung des Automobilclubs ADAC sollten Kinder allerdings zuerst sicher das Radeln auf gewöhnlichen Fahrrädern beherrschen, bevor sie auf ein E-Bike umsteigen. „Als Anfängerräder sind sie nicht geeignet“, sagt ADAC-Mitarbeiter Falk Forhoff.

Von Tomke Giedigkeit

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