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Lokales Dresdner Karl-Heinz Kupko fährt zum Bundespräsidenten
Dresden Lokales Dresdner Karl-Heinz Kupko fährt zum Bundespräsidenten
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14:21 05.09.2017
Karl-Heinz Kupko mit der Post aus dem Bundespräsidialamt: „Ich war völlig überrumpelt“. Quelle: Foto: Dietrich Flechtner
Dresden

„Ich war völlig überrumpelt, als ich einen Brief vom Bundespräsidialamt bekam“, sagt Karl-Heinz Kupko. „Ich habe den Brief mehrere Tage nicht geöffnet, ich wusste ja nicht, was mich erwartet“. Der 72-jährige Dresdner lacht. Wie sich herausstellte, enthielt der Umschlag eine Einladung zu einem Bürgerfest von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Kupko ist einer der rund 4000 Ehrenamtlichen, die wegen ihres Engagements eingeladen wurden. „Ich weiß gar nicht, wie ich da rein geraten bin“ wundert er sich.

Andere aber können gut verstehen, warum Karl-Heinz Kupko am 8. September ins Schloss Bellevue kommen soll. Der Mann ist schlicht in zahllosen Dresdner Projekten präsent. Er ist Mitglied im Bergsteigerchor Kurt Schlosser, unterrichtet an der Volkshochschule, unterstützt afrikanische Familien, arbeitet eng mit dem Dresdner Zoo zusammen und engagiert sich für den Lingnerschloss e.V. „Ich wurde ganz nach dem Motto erzogen: Wer A sagt muss auch B sagen“, begründet Kupko, warum er seine Kraft in so viele Dinge steckt.

Allein der Chor: Dort ist er seit 40 Jahren Mitglied, tritt fast jeden Sonntag auf. „Das Miteinander gibt mir Kraft“, sagt er, wenn jemand fragt, warum er sich das antut. Dazu kommt der Zoo, in dem er Schulklassen betreut und für Tierpatenschaften zuständig ist.

An der Volkshochschule unterrichtet er seit 1990. „Für mich wurde ein Beruf zur Berufung“, sagt der Pädagoge,„viermal pro Woche bringe ich alten und jungen Menschen Englisch bei“. Außerdem hilft er privat einer vietnamesische Familie dabei, die Sprache zu lernen.

Beim Förderverein des Lingnerschlosses ist er erst seit sechs Jahren anzutreffen, hilft vor allem bei Ausstellungen. „Das Lingnerschloss ist für mich das geistig-kulturelle Zentrum Dresdens“, schwärmt er.

Als er vor Jahren Urlaub in Kenia gemacht hat, startete Kupko ein nächstes Hilfsprojekt. „Ich habe eine Safari mitgemacht und den Fahrer kennengelernt“. So gut offenbar, dass er fortan für mehrere der Familien in Kenia Arztbesuche bezahlte oder auch das Schulgeld für die Kinder. „Ich habe sie schon mehrmals besucht und beispielsweise meinen 66. Geburtstag dort als einziger Europäer mit 28 Kenianern gefeiert. Ich bekomme immer noch Gänsehaut, wenn ich daran denke“, erinnert er sich lächelnd.

In Berlin ist Karl-Heinz Kupko einer von vielen, die sich wie er in besonderer Weise für andere engagieren. Bei Bürgerfest geben viele Initiativen, Unternehmen und Organisationen Einblick in ihre gemeinwohlorientierte Arbeit.„Ich freue mich sehr über die Einladung beim Bundespräsidenten“, sagt Karl-Heinz Kupko. Und, dass er am nächsten Tag, am 9. September, sicher nochmal ins Schloss Bellevue geht, wenn dann alle Bürger ab 11 Uhr zum Tag des offenen Schlosses geladen sind.

Von Tara Baer

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