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Lokales Dresdner Jungkoch landet bei Wettbewerb in Hamburg auf drittem Platz
Dresden Lokales Dresdner Jungkoch landet bei Wettbewerb in Hamburg auf drittem Platz
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18:16 09.09.2015
Franz Mühlberg hat mit seinem Hauptgericht mit Meeresfrüchten in Hamburg überzeugt. Zwar gelang ihm nicht der Sprung ganz an die Spitze, aber mit seinem Ergebnis ist er dennoch "megazufrieden". Quelle: Lars Müller

"Ich bin megazufrieden", sagte Mühlberg. Von anfangs 400 Teilnehmern im Wettbewerb durften am Ende sechs ihr selbst entwickeltes Rezept zubereiten, erklärte der Koch. Es musste ein Hauptgericht mit Meeresfrüchten sein. Mühlberg hatte sich für Seezungen-Roulade mit Mangofüllung, dazu handgemachte Pasta mit Steinpilzen und Wasabi-Schaum entschieden. Damit hat er nach eigenen Angaben einen Bogen von der mediterranen zur asiatischen Küche geschlagen.

Vor dem Wettbewerb sei er ziemlich aufgeregt gewesen, gab er zu. Nach drei Lehrjahren im "Goldenen Löwen" Meißen und drei Jahren als Chef am Herd im "Amalfi" in der Porzellanstadt beherrsche er zwar sein Handwerk beinahe im Schlaf und müsse nicht überlegen, wie er den Fisch vor den strengen Augen der Jury korrekt filetiert und den Nudelteig knetet. Die Zeitvorgabe von 90 Minuten und die Prüfungsatmosphäre hätten ihm jedoch zugesetzt. Zuvor hatte er das Gericht nur zwei Mal ausprobiert - einmal für Freunde aus der Gastro-Branche und einmal vor der Familie. Für den dritten Platz gibt es zwar nicht das erhoffte Praktikum bei einem Spitzenkoch, trotzdem ist Mühlberg zufrieden mit dem Ausflug an den Herd eines Hamburger Hotels. "Ich habe viele neue Leute kennengelernt und Kontakte geknüpft", sagte der Koch aus Leidenschaft. Am Wettstreit um den Linie-Förderpreis hatte er sich übrigens zum dritten Mal beteiligt, zwei Mal war er mit seinen Rezepten immerhin schon unter die 50 besten Jungköche Deutschlands gekommen. Dabei war dem jungen Mann eine Kochkarriere anfangs keineswegs in die Wiege gelegt. Mühlberg, aufgewachsen mit zwei Geschwistern in der Nähe von Meißen, hat als Kind nie sonderlich viel in der Küche mithelfen müssen. Inzwischen schwärmt er aber vom Kochberuf, der "an Vielfalt nicht zu überbieten" sei.

Sein früherer Ausbilder, Silvio Escher, sagte auf DNN-Anfrage, er sei "stolz" auf seinen einstigen Lehrling. Nach der Teilnahme an einem solchen Wettbewerb stünden dem Dresdner viele Wege in der Gastronomie offen, ist er überzeugt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 25.09.2013

Lars Müller

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