Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Jugendwerkstätten Umkehrschwung schließen
Dresden Lokales Dresdner Jugendwerkstätten Umkehrschwung schließen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:12 01.11.2016
Die Jugendhilfewerkstatt „Umkehrschwung“ schließt.  Quelle: Archiv
Dresden

 Die Dresdner Jugendwerkstätten „Umkehrschwung“ schließen. Wie die Gründer Martina und Alexander Mitwalsky mitteilen, habe das Jugendamt seine Unterstützung zum 31. August beendet. Ohne die Förderung könne der Verein das Projekt nicht weiter finanzieren.

„Wir hätten das sehr gerne weitergeführt, aber uns wurde deutlich gemacht, dass es unter den aktuellen Bedingungen auch in absehbarer Zeit nicht möglich ist finanzielle Unterstützung von den Ämtern zu erhalten“, äußerte sich Mitgründerin Martina Mitwalsky. 2010 hatte „Umkehrschwung“ angefangen, benachteiligte Jugendliche auf ihren Weg in Ausbildung und Beruf zu unterstützen. Aufgrund der zunehmenden Flüchtlingsströme wurde das Projekt im Herbst 2015 dann primär für jugendliche Asylbewerber geöffnet. Deutschunterricht und Integration waren nun die primären Aufgaben.

Doch die Veränderung hatte Folgen: Da es sich bei den Geförderten um Minderjährige handelte, unterliegen der Bildungsauftrag und damit die Finanzierung der Schulpflicht der Sächsischen Bildungsagentur. Damit galten andere Förderrichtlinien und Verantwortlichkeiten. „Von November 2015 bis August 2016 wurden drei Verträge aufgesetzt – es wurden quasi nur noch auf Sichtweite die Kosten getragen. Ab März wurde dann deutlich, dass die Finanzierung ins Stocken gerät“, so Gründerin Mitwalsky. Letztlich beendete das Jugendamt Dresden die finanzielle Unterstützung und ließ den Vertrag am 31. August dieses Jahres auslaufen.

„Es haben über das ganze Jahr gemeinsam mit ‚Umkehrschwung‘ vielfältige Gespräche auf allen Ebene der Politik und Verwaltung über die Möglichkeiten der Weiterfinanzierung stattgefunden“, teilen Landeshauptstadt, Jobcenter und Arbeitsagentur mit. Umkehrschwung habe sich „aus unterschiedlichen Gründen gegen die aufgezeigte breite Palette der Fördermöglichkeiten für das eigene Projekt entschieden“.

Das Jobcenter habe allein in diesem Jahr zahlreiche Maßnahmen gefördert. Der generelle Bedarf sei da. Allerdings müssen sich alle Träger am dazugehörigen Ausschreibeverfahren beteiligen. Das hätten die Gründer von „Umkehrschwung“ nicht gemacht. „Die Beratung dazu erfolgte ausführlich, gerade mit Wertschätzung des Engagements des Trägers“, heißt es von Seiten der Behörden.

Von mzv/sl

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Mit musikalischer Hilfe der Bundeswehr hat der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge am Dienstagnachmittag in Dresden mit dem Spendensammeln begonnen. Bis zum Totensonntag läuft die Haus- und Straßensammlung, in der der Verband um Unterstützung bittet. Auf dem Neumarkt waren vor allem Vertreter der Bundeswehr mit Spendendosen unterwegs.

01.11.2016

Wenn jemand einen Herzinfarkt erleidet, zählt jede Minute. Deshalb hat der Gesetzgeber festgelegt, wie schnell Rettungskräfte im Notfall am Unglücksort sein müssen. Seit Jahren veröffentlicht die Stadt diese Daten nicht mehr.

01.11.2016

Regelmäßige Kontrollen der Polizei und die Präsenz des Ordnungsamtes haben dazu geführt, dass sich die offene Drogenszene vom Wiener Platz in andere Bereiche verlagert hat. Es gebe aber weiter Probleme, weil sich dort vermehrt Personen verschiedener Nationalität aufhalten würden, um Alkohol zu trinken.

01.11.2016