Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Jugendliche erschaffen sozialen Roboter
Dresden Lokales Dresdner Jugendliche erschaffen sozialen Roboter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:37 22.02.2017
Die jungen Tüftler wollen virtuelle Roboter programmieren, die in einer eigens für sie erstellten Welt des Videospiels „Minecraft“ existieren. Quelle: Dietrich Flechtner
Anzeige
Dresden

Konzentriert sitzen zehn Jungen und zwei Betreuer des Kurses in kleinen Gruppen beisammen. Sie diskutieren über ihre Entwürfe. Fast scheint es, als ob man den Ingenieurs-Geist im Schülerlabor der Technischen Sammlungen regelrecht riechen könnte. Die jungen Tüftler wollen virtuelle Roboter programmieren, die in einer eigens für sie erstellten Welt des Videospiels „Minecraft“ existieren. Gemeinsam mit der deutschen Softwareschmiede SAP veranstaltet das „DLR_School_Lab“ der TU Dresden zum ersten Mal für zehn Jugendliche ab 15 Jahren einen kostenlosen Ferienkurs über „Social Robots“.

Die Jugendlichen entwickeln spezielle Computerprogramme, die sich ähnlich wie Menschen verhalten, die soziale Regeln befolgen und mit Menschen kommunizieren. Solche Programme nennen die Fachleute „Social Robots“. Vom 20. bis zum 24. Februar können Schüler lernen, wie sie funktionieren und selbst Social Robots erschaffen. Und die Plätze waren begehrt: Von 20 – übrigens ausschließlich männlichen – Bewerbern wurden nur halb so viele zur Teilnahme auserwählt.

Einen Tag haben die zehn Jungs nur gebraucht, sich in den Stoff einzufuchsen – nun entwickeln sie bereits in kleinen Gruppen ihre eigenen Pläne. Eine ihrer Ideen: ein virtueller Roboter, der in der virtuellen Computerwelt von „Minecraft“ wie ein Pizzabote agiert, Bestellungen aufnimmt und mit Spielern kommuniziert.

„Ich interessiere mich für Minecraft“, erzählt der fünfzehnjährige Ilja über seine Motive. Der Informatikunterricht in der Schule sei ihm allerdings zu anspruchslos gewesen. „Mein Vater hat ein Plakat gesehen“, daraufhin sei er auf den „Social Robots“-Kurs in den Technischen Sammlungen aufmerksam geworden. Clemens wiederum sagt: „Ich programmiere gern“. Auf das Seminar aufmerksam geworden sei er, als er die Messe „Karrierestart“ besuchte. Dort brachte ihn ein Besuch am SAP-Stand auf die Idee sich anzumelden.

Als Social Robots werden autonome Roboter bezeichnet, die entweder physisch vorhanden oder virtuell umgesetzt sind. In ihren Handlungen und Aussagen sollen sie sozial verträglich sein und damit soziale Erwartungen erfüllen oder grundlegende Bedürfnisse befriedigen. In der Arbeitswelt erlangen sie eine immer größere Bedeutung.

Der Dresdner Informatiker Torsten Goerke und der theoretische Physiker Hagen Fuchs betreuen den Kurs. In Meißen leitete Torsten Goerke bereits dreimal einen Workshop rund um Social Robots. In Kooperation mit SAP Dresden und dem „DLR_School_Lab“ der TU Dresden organisierte er den viertägigen Lehrgang. Er und Hagen Fuchs kennen sich schon etwas länger. Torsten Goerke sagt: „Ich will, dass Jugendliche Computer als Werkzeug erleben und nicht als Konsummittel.“

Sarah Elisa Posdziech

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Auf viele Nostalgiefahrten unter Dampf können sich die Eisenbahnfreunde zum 9. Dresdner Dampfloktreffen freuen. Die Museumseisenbahner der IG Bw Dresden-Altstadt bereiten gleich mehrere Sonderzugfahrten vor, und für die Mitfahrt können jetzt schon Plätze gebucht werden.

22.02.2017

Zum Jahresbeginn sprach Vonovia über 5000 Mieterhöhungen an Dresdner Mieter aus. Dafür hagelte es schnell Kritik. Sowohl der Mieterverein als auch die Dresdner Grünen vermuten darunter überwiegend unrechtmäßige Fälle, unter anderem wegen falscher Wohnlageneinstufung. Vonovia weist die Anschuldigungen gegenüber den DNN zurück.

23.02.2017

Offiziell ist Dresden schuldenfrei. Aber die Stadt bürgt für mehr als 666 Millionen Euro. Die Landesdirektion sieht die Entwicklung kritisch und spricht von Haushaltsrisiken „insbesondere aus übernommenen Ausfallbürgschaften“.

22.02.2017
Anzeige