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Dresdner Institut français wirbt mit Musikfest für interkulturellen Austausch

Fête de la Musique Dresdner Institut français wirbt mit Musikfest für interkulturellen Austausch

Ob Ska-Punk, Chorgesang oder bretonische Volkslieder: bei der vierzehnten Auflage der Fête de la Musique steht Vielfalt und Völkerverbundenheit im Vordergrund. Die Idee dahinter ist einfach, jeder darf wo er will musizieren. Den Weg zur Eröffnung des Musikfestes auf dem Neumarkt hatten jedoch nur Wenige gefunden.

Sänger Antony Heulin eröffnet die Fête de la Musique mit einem Lied auf Bretonisch.

Quelle: Maraike Mirau

Dresden . Ob Ska-Punk, Chorgesang oder bretonische Volkslieder: bei der vierzehnten Auflage der Fête de la Musique steht Vielfalt und Völkerverbundenheit im Vordergrund. Die Idee dahinter ist einfach, jeder darf wo er will musizieren. Weder die Sprache noch die Musikrichtung sind den Künstlern vorgeschrieben.

Das Konzept des Festes der Musik wurde 1981 in Frankreich entwickelt und hat sich seit dem weltweit verbreitet. Inzwischen feiern allein in Deutschland 50 Städte die Fête de la Musique. Das Dresdner Institut francais ist seit 2003 Hauptinitiator des Festes und wird seit einigen Jahren zudem von Kultur Aktiv e.V. und der Stadt Dresden bei den Veranstaltungen unterstützt. Laut dem Direktor des Instituts, Jean-Christophe Tailpied, sollen die Menschen durch das einfache Mittel der Musik zusammenfinden und gemeinsam eine schöne Zeit verbringen und den Sommerbeginn feiern.

Das Musikfest steht in Dresden in diesem Jahr unter dem Motto „Fête de la Musique meets Europe“. „Die Stadt hat uns auf die Idee gedacht, unser Musikfest in diesem Jahr mit Europa in Verbindung zu bringen“, erzählt Tailpied gegenüber den DDN, „Die Musik stellt dabei das Bindeglied für ein multikulturelles Beisammensein dar.“ Lars Röher, vom Geschäftsbereich Kultur und Tourismus der Stadt Dresden, ergänzt, dass viele der Künstler die am Mittwoch und Donnerstag auftreten, sonst eher vor einem kleinen exklusiven Publikum spielen. Es sei deshalb schön diese beim Fête de la Musique auf die große Bühne zu holen.

Neben den lokalen Größen wie der Reggea- und Ska-Band Yellow Umbrella oder dem Sänger Konrad Küchenmeister treten auf der Hauptbühne am Neumarkt auch Schüler des Romain-Rolland Gymnasiums oder der Singt-Pauli-Chor aus dem Dresdner Hechtviertel auf. Besonders freut mich Röhr über den Auftritt der Band Blockstop aus Straßburg. Zwischen Dresden und der Stadt im Elsass besteht seit Jahren ein reger Bandaustausch. „ Dieser Austausch entspricht einfach genau dem Konzept der Musikfestes und wirbt für mehr interkulturellen Austausch“, sagt Röhr gegenüber den DNN: Den 50. Geburtstag der Städtepartnerschaft mit Skopje feiert Dresden mit dem Auftritt der Ska-Punkband Superhiks.

Für Röhr ist die Fête de la Musique auch ein Zeichen gegen das europafeindliche Bild was sich seit zwei Jahren in Dresden zeigt: „Wir haben anders als bei den anderen Veranstaltungen auf dem Neumarkt, wie der Einweihung des Bus-Monument und dem "Denkmal für den permanenten Neuanfang", weniger das politische Geschehen und eher die Musik und das Konzept des multikulturellen Austauschs in den Vordergrund gestellt.“ Genau aus diesen Gründen denkt Röhr, dass die Fête de la Musique in diesem Jahr auch ein gutes Aushängeschild für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt 2025 ist.

Eröffnet wurde das Fest der Musik durch den Sänger Antony Heulin, der ein Lied auf Bretonisch präsentierte. „Ich finde es schön, bei der Fête de la Musique eben auch sprachliche Minderheiten zu Wort kommen“, äußerte sich Direktor Tailpied gegenüber den DNN. Zu Beginn der Fête de la Musique hatten sich jedoch nur wenige Zuhörer auf dem Neumarkt eingefunden.

Die Fête de la Musique findet in diesem Jahr zum vierzehnten Mal statt. Seit 2006 sind neben dem Institut francais noch viele weitere Locations dazugekommen. Die Hauptbühne des Festes steht auf dem Neumarkt. Zudem treten Musiker an 16 weiteren Standorten in der Stadt auf, sodass Musikfans unterschiedlicher Musikrichtungen auf ihre Kosten kommen. Unter anderem spielen Solokünstler und Bands vor der Scheune und Kathy´s Garage in der Dresdner Neustadt, im Gewandhaus Dresden, auf den Kreuzkirchentreppen und in der Weißen Gasse.

Für alle die am Mittwoch keine Zeit gefunden haben bei der Fête de la Musique vorbeizuschauen: am Donnerstag werden auf dem Neumarkt ab 18 Uhr noch die Band Blockspot aus Straßburg, Dré Imbicz, Konrad Küchenmeister und Yellow Umbrella auftreten.

Maraike Mirau

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