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Dresdner Hobbybrauer bei 1. Deutschen Meisterschaften in Stralsund

Benjamin Wendt berichtet von seinem Hobby Dresdner Hobbybrauer bei 1. Deutschen Meisterschaften in Stralsund

Am kommenden Sonntag findet im Störtebeker Brauquartier in Stralsund die erste deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer statt. Unter den rund 80 Hobbybrauern aus ganz Deutschland findet sich auch ein Dresdner, Benjamin Wendt. Schon im Vorfeld musste er das offizielle Wettbewerbsbier, ein helles Bockbier, bei einer Expertenjury einreichen.

Austragungsort: das Störtebeker Brauquartier in Stralsund
 

Quelle: Matthias Sandmann

Dresden.  Am kommenden Sonntag findet im Störtebeker Brauquartier in Stralsund die erste deutsche Meisterschaft der Hobbybrauer statt. Unter den rund 80 Hobbybrauern aus ganz Deutschland findet sich auch ein Dresdner, Benjamin Wendt. Schon im Vorfeld musste er das offizielle Wettbewerbsbier, ein helles Bockbier, bei einer Expertenjury aus Sommeliers, Bierexperten und sogenannten Bierbotschaftern einreichen, welche in einer Blindverkostung den ersten deutschen Meister kürt.

Benjamin Wendt

Benjamin Wendt

Quelle: privat

Benjamin Wendt erzählt, was ihn dazu bewegte, dieses spezielle Hobby in Angriff zu nehmen: „Die Biervielfalt in Deutschland war sehr beschränkt. Es gab vor allem nur Pilsener-Biere zu kaufen. Fast jedes dieser Biere schmeckte sehr ähnlich. Ich wollte mehr Abwechslung haben und auch alte, eher in Vergessenheit geratene Bierstile wieder entdecken, wie zum Beispiel die Gose oder die stark gehopften IPA’s aus Amerika. Alles war in Deutschland nur schwer zu bekommen. Die einzige Lösung war selber zu brauen.“ Während seines Studiums eignete sich Wendt die entsprechenden Brauverfahren und das nötige Wissen autodidaktisch an. Weihnachten 2012 entschloss er sich zum Kauf mehrerer Braugerätschaften, u.a. eines Einkochautomaten, der als Sudkessel fungierte. Damit fing alles an. Das erste Bier war vielversprechend und die Begeisterung geweckt.

 „Das Spannende am Hobbybrauen ist, dass alles erlaubt ist, was einem gefällt. Als Hobbybrauer muss ich mich nicht an das Reinheitsgebot halten. So kommen zu den Weihnachtsbieren auch schon mal Gewürze wie Zimt oder in altertümliche Biere wird auch mal Honig zugegeben.“, erklärt Wendt, der hauptberuflich als Gesundheitswissenschaftler tätig ist. Bei den Meisterschaften sei das natürlich nicht möglich. „Das zugelassene Bier für die deutsche Meisterschaft ist sehr reglementiert in seinen Eckdaten.“ Ein helles Bockbier mit 16 Plato Stammwürze und ca. 6 Prozent Alkoholgehalt schreibt die Jury vor. Doch Wendt blickt optimistisch auf das Wochenende. Er habe ein seiner Meinung nach sehr gutes Maibock-Rezept in den letzten Jahren immer wieder akribisch optimiert, Hobbybrauerkollegen und Freunde zu Probeverkostungen eingeladen und schon im letzten Jahr an einem deutschlandweitem Brauwettbewerb teilgenommen. Dort war Wendt zwar schon in der Vorrunde ausgeschieden, dennoch meint er: „Ich war zufrieden, dass mein Bier auch der Expertenjury schmeckte. Das ermunterte mich, an der ersten deutschen Meisterschaft mit einem anderen Bier teilzunehmen.“

Ob er nun den Titel anstrebe, verneint Wendt. Das Niveau dieser Wettbewerbe sei sehr hoch. Für ihn gehe es nicht um das Gewinnen, sondern um die Teilnahme und das Sammeln von Inspiration bei der Konkurrenz. „Den Wettbewerb begreife ich mehr als einen netten Tag mit dem I-Tüpfelchen der deutschen Meisterschaft, die einem Kollegen verliehen wird. Sicher wäre es auch schön, wenn ich derjenige wäre. Ich werde aber auch nicht enttäuscht, wenn es nicht so ist.“, meint Wendt. Das Meisterbier wird in Stralsund bei der Störtebeker-Brauerei in Auftrag gegeben. Den Publikumspreis erhält das beste Kreativbier.

Auch abseits des heimischen Brauens und der Wettbewerbe ist er ehrenamtlich aktiv. Sowohl in seiner Heimat Sachsen-Anhalt als auch in Dresden und Umland war er maßgeblich am Aufbau von Hobbybrauer-Stammtischen beteiligt. „In Dresden und Umland sind wir mittlerweile 45 Hobbybrauer, von denen sich etwa ein Drittel regelmäßig trifft.“, erklärt Wendt. Dort tausche man sich über Technik, Material, Brauverfahren und Rohstoffe aus. „Diese Treffen machen immer sehr viel Spaß. Auch neue Hobbybrauer sind immer herzlich willkommen.“

Die Meisterschaft in der Hansestadt beginnt am Sonntag um 15 Uhr. Der Eintritt kostet 10 Euro. Unter dem Motto „Braukunst trifft Grillkunst“ kann man neben dem allgegenwärtigen Weizensaft auch Grillspezialitäten ausprobieren.

Von Karl Witzel

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