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Dresdner Herzchirurg bei der Kinderuni

Hochleistungsmotor ein Leben lang Dresdner Herzchirurg bei der Kinderuni

Eine etwas theoretische aber dafür lehrreiche Vorlesungen bekamen die Nachwuchsstudenten der Kinderuniversität gestern Abend geboten. Dozent bei der zweiten Veranstaltung in diesem Semester war Sems Malte Tugtekin, der „etwas reparieren kann, was sonst keiner kann“. Tugtekin ist Professor und Herzchirurg am Herzzentrum Dresden.

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Herzchirurg Sems Malte Tugtekin sorgte mit seinen Ausführungen nicht nur für Staunen, sondern verlangte mit komplexen Ausführungen von seinen Nachwuchsstudenten auch eine hohe Aufnahmefähigkeit.

Quelle: Foto: Dietrich Flechtner

Dresden. Eine etwas theoretische, aber dafür lehrreiche Vorlesungen bekamen die Nachwuchsstudenten der Kinderuniversität gestern Abend im Hörsaalzentrum der TU Dresden geboten. Gast und Dozent bei der zweiten Veranstaltung in diesem Semester war Sems Malte Tugtekin, der „etwas reparieren kann, was sonst keiner kann“. Tugtekin ist Professor und Herzchirurg am Herzzentrum Dresden der TU. Er brachte seinen kleinen Zuhörern alles über die Anatomie, Physiologie und Pathologie des menschlichen Herzens näher.

So sorgten etliche Querschnittbilder, Videosimulationen und die Ausführung des Professors nicht nur für reges Staunen, sondern brachten auch den ein oder anderen Sprössling dazu, sich mehr als einmal am Hinterkopf zu kratzen. „Alles halb so wild“, ließ der Professor verlauten. Wichtig sei das Grundverständnis, dass der Herz ein gut geschützter Muskel im Innersten des Körpers sei und im besten Falle ein Leben lang schlagen soll.

Zudem erklärte er den Kindern den unmittelbaren Zusammenhang zwischen Herz und Lunge, die innerhalb des Körpers sowieso „beste Freunde“ seien. Wenn dann doch einmal etwas kaputt ginge, könne man Aufgrund der heutigen Technik rund um die Herz-Lungen-Maschine problemlos operieren und sogar einige Teile wie beispielsweise die Herzklappen austauschen.

Trotz vieler komplizierter und komplexer Begriffe wie Sympathikus, Sinusknoten oder Sauerstoffaustausch lauschten die Kinder den Ausführungen des Herz-Experten und beteiligten sich Rege an den Fragen des Dozenten. Wie lange eine künstliche Herzklappe hält? Rund 20 Jahre, schätzten die Kinder vorsichtig. Umso erstaunlicher fiel die Antwort von Professor Tugtekin aus: „Wenn das künstliche Gewebe nicht abgestoßen wird und der Patient regelmäßig Blutverdünner zu sich nimmt, ein Leben lang.“

Dennoch sei das mit viel „wenn und aber“ versehen, weshalb der Dozent seine Vorlesung als Investition in die Zukunft bezeichnete. So sei er aber sicher, das mindestens einer der rund 500 anwesenden Schüler später einmal Herzchirurg werde und die Behandlung von Tugtekins Herzens im Alter übernehmen werde. Immerhin gelte es in dieser wichtigen Angelegenheit in Zukunft weiter zu forschen und revolutionäre Entdeckungen zu machen.

Die nächste Vorlesung der Kinderuni findet zum Thema „Schätze im Abfall: Was passiert mit unserem Müll?“ am 23. Mai ebenfalls statt.

Von Sebastian Burkhardt

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