Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Heller soll Naturschutzgebiet werden
Dresden Lokales Dresdner Heller soll Naturschutzgebiet werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:41 10.08.2017
Manfred Probst (Vorwerk Podemus) und Thomas Lochschmidt (Fachagrarwirt für Baumpflege) sind von den seltenen Obstsorten der erneuerten Streuobstwiesen sichtlich begeistert.  Quelle: Dietrich Flechtner
Dresden

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) und Jürgen Altmeyer, Leiter der Umweltschutzbehörde, luden gestern zu einer Stadttour, welche die Landschaftspflegemaßnahmen Dresdens durch Umweltamt und Kooperationspartner vorstellen sollte. Anlaufpunkte waren die Streuobstwiese „Knissehang“ im Zschonergrund und der Süden des Dresdner Hellers.

Im Dresdner Westen funktioniere die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Eigentümern sehr gut, meint Harald Wolf vom Umweltamt. Seit der Wende hätte man den Umweltschutz dort intensiv ins Gespräch gebracht. Der Wille zu ökologischer Bewirtschaftung und Umweltschutzmaßnahmen sei groß.

Bei Öko-Bauer Manfred Probst vom Vorwerk Podemus sei dieser Wille besonders ausgeprägt. „Eine Annäherung an die alte sächsische Gefildelandschaft mit ihren Obstbaum-Alleen und kleinen Feldern erhöht den Naherholungsfaktor. Die Felder müssen wieder kleiner werden, da die Böden sehr erosionsanfällig sind“, meint Probst. Um die Felder zu untergliedern und den Biotopverbund zu stärken, wurden im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 1,75 Hektar Hecken aus heimischen Gehölzen angepflanzt. Thomas Lochschmidt, Fachagrarwirt für Baumpflege, leitete 2007 die Nachpflanzung von ca. 100 jungen, hochstämmigen Obstbäumen im Zschonergrund. Auf die Frage, warum diese so wichtig seien, antwortet er: „Zum einen überlappen sich hier die Lebensräume verschiedenster Arten. Zum anderen kann hier ein großer Obstsortenreichtum in der Natur erreicht werden. Im Zschonergrund haben wir beispielsweise 50 bis 60 Süßkirschsorten. Um diese zu erhalten und damit den ökologischen Wert zu entwickeln, ist allerdings eine permanente Pflege sehr wichtig.“

Der Dresdner Heller, ehemals Militärgelände der Sowjetarmee, soll in den nächsten Jahren als Naturschutzgebiet deklariert werden. Der Erhalt von Binnendünen, offenen Trockenwiesen sowie den Eichen-Birkenwäldern steht hier im Mittelpunkt.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen liegt nach eigenem Bekunden sowohl der Heller als auch der Zschonergrund sehr am Herzen. Die Kaltluftschneisen seien ein wichtiger Teil der städtischen Infrastruktur und der Naherholung, erklärt sie. Finanziert werden die Projekte hauptsächlich aus Geldern von Bauausgleichsmaßnahmen.

Von Karl Witzel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Der Förderverein Dresden skatet e.V. veranstaltet am morgigen Freitag, 11. August, um 21 Uhr wieder ein gemeinsames Nachtskaten.

10.08.2017

Über eine großzügige Spende an hochwertigen Modelleisenbahnen in der Nenngröße 1 kann sich das Verkehrsmuseum freuen. Das Museum erhielt ein aus einer Dampflokomotive der Baureihe 94, einer Diesellokomotive sowie 13 Güterwagen der unterschiedlichsten Bauarten bestehendes Konvolut.

10.08.2017

Es duftet nach geröstetem Weißbrot. Wände in Ziegeloptik, eine rustikale Ledergarnitur und ganz viel Holz versprechen einen Imbiss der individuellen Art. „Welcher Belag darf es sein?“ Michael Wolf ist Quereinsteiger und betreibt gemeinsam mit Adrian Dokis seit Juni das „Denzel´s“ in der Dresdner Alaunstraße.

10.08.2017