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Dresdner Heller soll Naturschutzgebiet werden

Umweltschutz Dresdner Heller soll Naturschutzgebiet werden

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) und Jürgen Altmeyer, Leiter der Umweltschutzbehörde, luden gestern zu einer Stadttour, welche die Landschaftspflegemaßnahmen Dresdens durch Umweltamt und Kooperationspartner vorstellen sollte.

Die Trockenwiesen des Dresdner Hellers beherbergen eine beachtliche Anzahl an Tierarten, z.B. diese Eidechsen.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen (Bündnis 90/Die Grünen) und Jürgen Altmeyer, Leiter der Umweltschutzbehörde, luden gestern zu einer Stadttour, welche die Landschaftspflegemaßnahmen Dresdens durch Umweltamt und Kooperationspartner vorstellen sollte. Anlaufpunkte waren die Streuobstwiese „Knissehang“ im Zschonergrund und der Süden des Dresdner Hellers.

Im Dresdner Westen funktioniere die Zusammenarbeit zwischen Behörden und Eigentümern sehr gut, meint Harald Wolf vom Umweltamt. Seit der Wende hätte man den Umweltschutz dort intensiv ins Gespräch gebracht. Der Wille zu ökologischer Bewirtschaftung und Umweltschutzmaßnahmen sei groß.

Bei Öko-Bauer Manfred Probst vom Vorwerk Podemus sei dieser Wille besonders ausgeprägt. „Eine Annäherung an die alte sächsische Gefildelandschaft mit ihren Obstbaum-Alleen und kleinen Feldern erhöht den Naherholungsfaktor. Die Felder müssen wieder kleiner werden, da die Böden sehr erosionsanfällig sind“, meint Probst. Um die Felder zu untergliedern und den Biotopverbund zu stärken, wurden im vergangenen Jahr auf einer Fläche von 1,75 Hektar Hecken aus heimischen Gehölzen angepflanzt. Thomas Lochschmidt, Fachagrarwirt für Baumpflege, leitete 2007 die Nachpflanzung von ca. 100 jungen, hochstämmigen Obstbäumen im Zschonergrund. Auf die Frage, warum diese so wichtig seien, antwortet er: „Zum einen überlappen sich hier die Lebensräume verschiedenster Arten. Zum anderen kann hier ein großer Obstsortenreichtum in der Natur erreicht werden. Im Zschonergrund haben wir beispielsweise 50 bis 60 Süßkirschsorten. Um diese zu erhalten und damit den ökologischen Wert zu entwickeln, ist allerdings eine permanente Pflege sehr wichtig.“

Der Dresdner Heller, ehemals Militärgelände der Sowjetarmee, soll in den nächsten Jahren als Naturschutzgebiet deklariert werden. Der Erhalt von Binnendünen, offenen Trockenwiesen sowie den Eichen-Birkenwäldern steht hier im Mittelpunkt.

Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen liegt nach eigenem Bekunden sowohl der Heller als auch der Zschonergrund sehr am Herzen. Die Kaltluftschneisen seien ein wichtiger Teil der städtischen Infrastruktur und der Naherholung, erklärt sie. Finanziert werden die Projekte hauptsächlich aus Geldern von Bauausgleichsmaßnahmen.

Von Karl Witzel

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