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Dresdner Heilpraktiker: "Der Schmerz ist die Kontrolllampe des Körpers"

Dresdner Heilpraktiker: "Der Schmerz ist die Kontrolllampe des Körpers"

"Schmerz ist keine Strafe Gottes, sondern ein Warnsignal des Körpers." Nach dieser Auffassung arbeitet Axel Beisken. Der 46-Jährige ist Heilpraktiker und Osteopath und betreibt seit Januar 2011 eine Praxis für Schmerztherapie.

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Axel Beisken kann durch Liebscher-Bracht-Methode OPs verhindern.

Quelle: Dietrich Flechtner

Beisken hat sich dabei auf die sogenannte Liebscher-Bracht-Methode spezialisiert, die 2007 von Petra Bracht und Roland Liebscher-Bracht entwickelt wurde. Schmerzen, so heißt es nach ihrer Sichtweise, werden nicht durch strukturelle Schädigungen verursacht, sondern werden vom Körper produziert, um vor Fehlbelastungen zu warnen.

Man könne sich das vorstellen wie bei einer Kontrolllampe im Auto, erklärt Beisken. "Die zeigt auch an, wenn etwas nicht in Ordnung ist. Mit Medikamenten wird die Anzeige quasi nur zugeklebt. Wenn der Schmerz zu lange ignoriert oder betäubt wird, werden die verkürzten Muskelstränge zu einer Schädigung führen", so der 46-Jährige. Verkürzte Muskelstränge sind demnach die Hauptgründe für Schmerzen.

"Nehmen wir zum Beispiel einen Patienten mit Schmerzen im unteren Rückenbereich, der ein Hohlkreuz hat. Warum hat er dieses Hohlkreuz?", fragt sich Beisken während seiner Anamnese. Meistens stelle sich dann heraus, dass der Hüftmuskel verkürzt ist und den Lendenwirbel nach vorne zieht. Der Rückenmuskel reagiert, zieht von hinten und verursacht dadurch Schmerzen. Axel Beisken konzentriert sich in diesem Fall auf den verursachenden Hüft-Muskel und drückt manuell am Ansatz der Muskulatur auf den Knochen. "Damit trickse ich den Körper aus. Der denkt nämlich, der Muskel reißt gleich und verlängert ihn deshalb", beschreibt der Heilpraktiker. Gedehnt wird der Muskel aber nicht. Vielmehr wird seine Fehlprogrammierung - ausgelöst durch zu wenig Bewegung oder falsche Haltung - rückgängig gemacht.

"Die Schmerzen verschwinden, weil der Rückenmuskel nicht mehr reagieren muss. So können Operationen vermieden werden", sagt der Dresd-ner. Anwendbar ist diese Methode unter anderem bei Arthrose, Asthma-schmerz, Hexenschuss, Migräne, Schulterschmerzen oder Sehnenscheidenentzündungen. Bereits nach der ersten Behandlung soll der Schmerz deutlich abnehmen. Drei Behandlungen sind im Schnitt nötig. Wichtig sei aber auch, dass der Patient zu Hause spezielle Übungen macht, um den Muskel nicht wieder verkürzen zu lassen.

Ganz ohne Schmerz geht die Behandlung allerdings nicht vonstatten. "Ich muss schon kräftig draufdrücken. Aber quälen möchte ich meine Patienten nicht", schmunzelt Beisken. Deshalb können seine Patienten ihm Bescheid geben, ab wann es zu sehr weh tut.

Die Liebscher-Bracht-Methode wird derzeit noch nicht von den Krankenkassen bezuschusst. Eine Behandlung bei Axel Beisken kostet 70 Euro.

iSchmerzpraxis Beisken, Ärztehaus Niedersedlitz, Sachsenwerkstraße 71, Telefon: 32355691

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2013

Christin Grödel

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