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Dresdner Geburtenhoch bringt Krankenhäuser ins Schwitzen

Geburtenboom Dresdner Geburtenhoch bringt Krankenhäuser ins Schwitzen

Die Stadt Dresden verteidigt weiter ihren Titel Geburtenhauptstadt. Doch dass immer mehr Kinder auf die Welt kommen, bringt die Dresdner Krankenhäuser ins Schwitzen. Noch reichen die Kapazitäten, heißt es unisono. Manchmal wird es aber bereits eng auf den Geburtenstationen.

Noch reichen die Kapazitäten in den Geburtskliniken. Damit das so bleibt, wird vielerorts umorganisiert.
 

Quelle: pdpa

Dresden.  Die Stadt Dresden verteidigt weiter ihren Titel Geburtenhauptstadt. Doch dass immer mehr Kinder auf die Welt kommen, bringt die Dresdner Krankenhäuser ins Schwitzen. Noch reichen die Kapazitäten, heißt es unisono. Manchmal wird es aber bereits eng auf den Geburtenstationen.

Denn Geburten sind nicht planbar. So berichten die Mitarbeiter des St. Joseph-Stiftes, dass es im vergangenen Jahr einen Tag mit gleich elf Geburten gegeben habe. Für das Haus mit zwei Kreißsälen eine Ausnahmesituation. Die Kapazitäten seien „gerade noch ausreichend“, so Sprecherin Julia Mirtschink. Sie stellt aber genau wie die Mitarbeiter aller anderen Häuser klar: „Es wird niemand abgewiesen“.

Das Dresdner Geburtenplus verteilt sich nicht gleichmäßig auf alle Krankenhäuser. In den städtischen Kliniken ist die Zahl der Geburten beispielsweise stabil. Im Diakonissenstift und im St. Josef gab es ein leichtes Plus. Den größten Zuwachs gab es im vergangenen Jahr im Uniklinikum. Hier kamen 2809 Kinder zur Welt, das sind elf Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Uniklinik denkt über Ausbau nach

„Es gibt Zeiten, wo es eng ist“, bestätigt Sprecher Holger Ostermeyer. Immer mehr Frauen werden später Mutter, haben ein höheres Sicherheitsbedürfnis und bevorzugen deshalb die Uniklinik, vermutet er. Dank des Organisationstalentes der Hebammen und Ärzte konnten aber alle Frauen bestmöglich versorgt werden, versichert Klinikdirektorin Pauline Wimberger. Ab und an müssten aber Frauen auch auf andere Stationen verlegt werden - auch in anderen Häusern gängige Praxis, wenn es eng wird. An der Uniklinik werde deswegen über eine Erweiterung der Bettenkapazität nachgedacht.

Ausgebaut wird bereits im St. Josef. Hier ist ein dritter Kreißsaal im Bau. Mitte 2017 soll der 240.000 Euro teure Umbau abgeschlossen sein.

Häuser stellen mehr Hebammen ein

Zudem setzen die Dresdner Kliniken auf mehr Personal. So hat das Diakonissenkrankenhaus die Zahl der angestellten Hebammen seit 2007 fast verdoppelt, sagt Pflegedirektor Michael Junge. „Ganz konkret bedeutet das zusätzliche Personal für die entbindenden Frauen zum Beispiel, dass im Diakonissenkrankenhaus rund um die Uhr mindestens zwei Hebammen ausschließlich den werdenden Müttern zur Verfügung stehen“, wirbt er. Auch in anderen Kliniken gab es Neueinstellungen.

Neue Hebammen zu finden, ist allerdings nicht so leicht. „Aktuell erfordert es große Anstrengungen, die Stelle einer Hebamme zu besetzen“, sagt Viviane Piffczyk vom städtischen Klinikum. Die Krankenhäuser Neustadt und Friedrichstadt hätten daher zusätzliche Ausbildungsplätze eingerichtet. Auch im St. Josef werden ab Herbst zusätzliche Hebammen ausgebildet. Veränderungen im Schichtsystem sollen zudem für mehr Flexibilität sorgen, berichten beide Häuser.

In Dresden kamen im vergangenen Jahr insgesamt 8542 Kinder zur Welt. Nach Angaben der Stadt ist dies ein neuer Nachwenderekord. Gemessen an den Geburten pro 100.000 Einwohner ist die Landeshauptstadt damit „Geburtenhauptstadt“. Ein Titel, der nach den Prognosen der Statistiker 2017 und 2018 verteidigt werden könnte.

Von Stephan Lohse

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