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Lokales Dresdner Garagenverein zofft sich mit der Stesad ums Geld
Dresden Lokales Dresdner Garagenverein zofft sich mit der Stesad ums Geld
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11:05 06.07.2018
Die Garagenbesitzer Jeannette und Frank Dobner sowie Hans-Jürgen Günther ärgern sich über die Stesad. Quelle: Tomke Giedigkeit
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Dresden

Mit großem Missmut wird Frank Dobner für den Abriss seiner Garage an der Schaufußstraße 450 Euro an die städtische Firma Stesad überweisen – genau wir rund 50 andere Garagenbesitzer auf dem Areal. „Denn es hätte deutliche billiger gehen können“, ärgert sich Dobner.

Alles beginnt mit einem Brief zu Ostern. Das Gelände, das die Besitzer der 55 Garagen 1974 von der Stadt Dresden gepachtet haben, wird an die städtische Entwicklungsgesellschaft Stesad verkauft. Die will den Pachtvertrag kündigen und stattdessen das Gelände für den sozialen Wohnungsbau nutzen. Nicht unüblich. Auch nicht, dass sich Pächter und neuer Besitzer die Abrisskosten für die Garage zu jeweils 50 Prozent teilen. So besagt es das Gesetz zur Schuldenrechtsanpassung.

Kostenvoranschlag ohne sich die Garagen vorher anzuschauen

Dann erhält der „Garagenverein Schaufußstraße“, dessen stellvertretender Vorsitzender Dobner ist, im April die Rechnung für den Eigenanteil der Abrisskosten. Insgesamt 52 000 Euro sollen die Besitzer zusammen bezahlen. Das Rechnungsdatum macht den Garagenbesitzer stutzig. Erst im Mai hätte eine fachkundige Begehung des Geländes stattfinden sollen, um die Kosten einzuschätzen. „Die Begehung hat nie stattgefunden“, berichtet er.

Dobner beginnt selbst zu recherchieren und holt sich Kostenvoranschläge ein. Er findet eine Dresdner Firma, die das Gelände mit samt dem Garagenfundament bereinigt – für einen Eigenanteil von 32 000 Euro. Er schickt das Angebot zur Prüfung an die Stesad. Diese lehnt wenige Stunden später ab. „Ohne Begründung“, ärgert sich Dobner. Bis heute habe er keine Ansicht in die Kostenaufstellung und den Kostenvoranschlag des von der Stesad beauftragten Unternehmens erhalten.

Selber eine Abrissfirma zu beauftragen birgt hohes Risiko

Dann habe die Stesad eine neue Rechnung mit einem Eigenanteil von 49500 Euro geschickt. Pro Garage entspricht das rund 450 Euro. Wie die Preissenkung zu Stande kommt, bleibt unklar. Ende Juni erreicht die Garagenbesitzer ein neues Angebot.

Wenn sie sich selbst um den Abriss der Garagen bemühen, zahlt ihnen die Stesad je Garage 300 Euro dazu. Selbst die vornehmlich günstigere Firma beauftragen, will die Stesad nach Aussage von Dobner nicht. Doch Dobner ist das Risiko zu hoch: Wenn einer der Besitzer säumig wird, haften die anderen für ihn mit. Also willigt er in das 450 Euro-Gebot der Stesad ein.

Neue Tore dürfen nicht behalten werden

Einige Garagenbesitzer haben vor kurzer Zeit neue Tore installiert, die sie nicht verschrotten, sondern ausbauen wollen. „Das dürfen wir nicht, weil der Schrottpreis bereits in das Angebot der von der Stesad beauftragten Firma miteingeflossen ist“, berichtet Dobner. Immerhin diskutiere die Stadt als vorheriger Landbesitzer, den Garagenbesitzern im Nachhinein den Abriss-Eigenanteil zu erstatten. Das kläre aber noch nicht die Frage, warum die Stesad nicht auf billigere Kostenvoranschläge eingehe, sagt Dobner.

Von tg

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