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Dresdner Frauenkirche gedenkt Helmut Kohl mit Kondolenzbuch

Abschied mit persönlicher Widmung Dresdner Frauenkirche gedenkt Helmut Kohl mit Kondolenzbuch

Seine erste wichtige Rede nach dem Mauerfall hat Helmut Kohl im Dezember 1989 vor der Ruine der Dresdner Frauenkirche gehalten und damit Zehntausenden auf dem Neumarkt Mut für einen Neuanfang gemacht. In der Dresdner Frauenkirche wird Kohl nun mit persönlichen Widmungen geehrt.

Persönliche Widmung von Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) im Kondolenzbuch für Helmut Kohl in einem Gedenkraum der Frauenkirche
 

Quelle: Maraike Mirau

Dresden.  Bekannt geworden ist Helmut Kohl als Einheitskanzler. Seine erste wichtige Rede nach dem Mauerfall hat er jedoch am 19. Dezember 1989 vor der Ruine der Dresdner Frauenkirche gehalten und damit Zehntausenden auf dem Neumarkt Mut für einen Neuanfang gemacht. Auch in den darauffolgenden Jahren hat Kohl Sachsens Hauptstadt oft einen Besuch abgestattet.

Während die Dresdner Stadtverwaltung noch über die Art und Weise einer posthumen Ehrung des Altkanzlers berät, haben sich die Verantwortlichen in der Frauenkirche überlegt, Kohl mit persönlichen Widmungen zu verabschieden. In Gedenken an den Einheitskanzler, liegt seit Dienstag in einem Gedenkraum der Frauenkirche ein Kondolenzbuch aus. Alle Dresdner, sowie Gäste der Stadt sind eingeladen ihre persönlichen Gedanken und ihre Trauer über den Tod Kohls in dem Buch Ausdruck zu verleihen.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU), Landtagspräsident Matthias Rößler (CDU) und Landesbischof Carsten Rentzing waren die ersten die sich am Dienstagnachmittag im Kondolenzbuch für Helmut Kohl verewigten und ihre persönliche Verbundenheit zum Einheitskanzler zu Papier brachten. Frauenkirchenpfarrer Sebastian Feydt rechnet damit, dass die ersten Kondolenzbekunden aus der Bevölkerung nicht lange auf sich warten lassen: „Einige Bürger haben in den letzten Tagen sogar schon einen Gedenkspruch für Kohl im Gebetsbuch hinterlassen.“

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Oberbürgermeister Dirk Hilbert, Ministerpräsident Stanislaw Tillich, Landtagspräsident Matthias Rößler und Landesbischof Carsten Rentzing waren die ersten die sich am Dienstagnachmittag im Kondolenzbuch für Helmut Kohl verewigten und ihre persönliche Verbundenheit zum Einheitskanzler zu Papier brachten.

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Der Präsident des Sächsischen Landtages, Matthias Rößler, hatte Helmut Kohl zum ersten Mal am Rande seiner Rede 1989 vor der Dresdner Frauenkirche getroffen und später oft bei verschiedenen kulturellen Veranstaltungen mit ihm zusammengearbeitet.

Auch privat habe sich Rößler sehr gut mit Kohl verstanden. „Wir haben ein großes Interesse für Geschichte geteilt und zusammen Kalbshaxe an der Feldschlösschenbrücke gegessen. Das war sein Leibgericht. Kohl meinte dann immer zu mir, dass ich ein bisschen mehr essen solle, weil ich so dünn sei“, erzählt Rößler gegenüber den DNN. In Bezug auf die Debatten zur posthumen Ehrung des Altkanzlers, äußerte sich Rößler enttäuscht, dass Kohl nicht schon lange zum Ehrenbürger der Stadt Dresden ernannt worden war.

Noch bis Freitag, 23. Juni, liegt das Kondolenzbuch in einem Gedenkraum zwischen den Eingängen B und C der Frauenkirche von 10 bis 18 Uhr aus. Zusätzlich können vor der Gedenktafel der Frauenkirche, die an die Rede Helmut Kohl 1989 erinnert, Blumen niedergelegt werden.

Von Maraike Mirau

Dresden, Frauenkirche 51.051873 13.741522
Dresden, Frauenkirche
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