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Lokales Dresdner Forschungsprojekt: Pilze sollen verstrahlte Böden sanieren
Dresden Lokales Dresdner Forschungsprojekt: Pilze sollen verstrahlte Böden sanieren
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09:13 28.07.2016
Eine Mitarbeiterin des HZDR bereit die Pilze auf die Untersuchung vor. Quelle: HZDR
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Dresden

Pilze könnten nach Ansicht von Wissenschaftlern eine wichtige Rolle bei der Behandlung radioaktiv verseuchter Böden spielen. In einem neuen Projekt wollen Forscher aus Sachsen, Thüringen und Niedersachsen untersuchen, ob und wie das Myzel – das fadenförmige Geflecht im Boden unterhalb des Fruchtkörpers von Pilzen – radioaktive Stoffe aufnehmen und zurückhalten kann, teilte das Helmholtz-Zentrum Dresden-Rossendorf (HZDR) am Mittwoch mit. Dieses Potenzial soll nach Versuchen im Labor auch auf kontaminiertem Gelände rund um Tschernobyl getestet werden. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt das Vorhaben in Regie des HZDR in den kommenden drei Jahren mit rund einer Million Euro, hieß es.

„Es ist schon lange bekannt, dass verschiedene Pilzarten radioaktive Stoffe aus dem Boden aufnehmen können“, erläuterte Johannes Raff vom Institut für Ressourcenökologie am HZDR. Die meisten Untersuchungen beschränkten sich jedoch auf den oberirdischen Fruchtkörper. Welche Prozesse sich im eigentlichen Pilzkörper (Myzel) abspielten, sei bisher noch unklar.

Raff sieht ein großes Potenzial: „Pilze können sich sehr schnell und sehr weiträumig ausbreiten. Gerade bei akuten Störfällen, beispielsweise bei Leckagen in Rohrleitungs- und Schleusensystemen, könnten sie eingesetzt werden, um zu verhindern, dass radioaktive Stoffe in das Grundwasser und damit in den Nahrungskreislauf gelangen.“

Von Hauke Heuer

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