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Lokales Dresdner Firma macht fit für das Leben in freier Wildbahn
Dresden Lokales Dresdner Firma macht fit für das Leben in freier Wildbahn
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13:47 04.09.2018
Christian Dost bietet vielfältige Formate zum Überleben in freier Wildbahn an. Quelle: Foto: Anja Schneider
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Dresden

Eine neue Perspektive auf die Welt und den Alltag möchte das Dresdner Unternehmen Earth Trail mithilfe von Überlebenskursen in freier Wildnis ermöglichen. Dabei werden in verschiedenen Camps Techniken und Verhaltensweisen vermittelt. Die Palette an Kursen reicht von verschiedenen Überlebenstrainings über Erste Hilfe-Maßnahmen bis hin zu Verhalten in Krisensituationen und Auslandssicherheitstrainings. Geboten werden sowohl zweitägige Intensivkurse für Einsteiger als auch mehrtägige Trainings und Touren.

So vielfältig wie das Angebot des Dresdner Anbieters, so unterschiedlich sind auch die Teilnehmer, die sich auf unterschiedliche Art und Weise in das Abenteuer Überleben stürzen. „Unser Portfolio ist da tatsächlich sehr breit gefächert“, fasst Geschäftsführer Christian Dost zusammen. „Da sind zum einen die Krisentrainings, die vor allem von Individualreisenden genutzt werden, um sich für ihren Auslandsaufenthalt jenseits westlicher Standards fit zu machen. Aber auch Firmen, deren Arbeitsschwerpunkt im Sicherheitssektor liegt, nutzen dieses Angebot zur Schulung ihrer Mitarbeiter. Dieses Training umfasst speziellere Themen wie Minenfelder, Infektionskrankheiten sowie Verhalten im Krisenfall. Darunter fallen geschlossene Grenzen, Entführungen oder Situationen unter Beschuss“, so Dost. Beliebt seien außerdem die Erste-Hilfe-Kurse für Outdoorguides.

Die Grundlagen des Überlebens studieren

Wer einfach mal eine Auszeit vom Alltag in der Natur nehmen und sich selbst in Grenzsituationen erfahren möchte, ist mit dem Survival Base Camp gut beraten. Für 240 Euro kann man hier zwei Tage lang die Grundlagen des Überlebens studieren: von Notfallhilfe über Feuermachen und Unterschlupfbau sowie das Erschließen von Trinkwasser. „Bei einem Survival-Training muss zuerst eine Prioritätenabfolge geklärt werden. Am wichtigsten ist der Wärmeerhalt, also ein Dach über dem Kopf und gegebenenfalls ein Feuer“, erklärt Dost. Dann müsse man Wasser finden, dessen Qualität beurteilen und dies eventuell aufbereiten, fährt er fort. „Weiter geht es mit der Nahrungsaufnahme, was gibt es Essbares in der Umgebung? Zuletzt verschafft man sich Orientierung im Gelände.“

Quasi nebenbei geht es über die Grenzen der eigenen Komfortzone, was innerhalb der jeweiligen Gruppe zu Synergien, einem besonderen Erleben von Zusammenhalt und viel Potenzial zum Kennenlernen der eigenen Person führt. „Man begibt sich da in eine Ausnahmesituation, muss sich mit unkomfortablen Gegebenheiten, wenig Essen, einer bescheidenen Schlafqualität arrangieren – da lernt man wildfremde Leute unter völlig anderen Umständen und ganz anders als im Alltag kennen. Und schon bekannte Personen nicht selten auch noch einmal völlig neu“, lacht der erfahrene Survivaltrainer.

Alle Gruppenmitgliederziehen an einem Strang

Der Clou: Bei den kürzeren Touren kann im Vorfeld von jedem Teilnehmer ein persönliches Level gewählt werden. Abhängig von der Wahl werden dann vom Team zusätzliche „Unannehmlichkeiten“ eingestreut, Nahrung reduziert oder Hilfsmittel eliminiert. „Da gibt es dann schon immer mal welche, die es sich ganz hart geben wollen – aber bei klarem Verstand kann man auch ohne Hilfsmittel fast alles improvisieren.“ Positiver Nebeneffekt: Aufgrund der unterschiedlichen Schwierigkeitsstufen können die Teilnehmer auch durch Beobachten viel voneinander lernen. Bei den mehrtägigen Touren wird indessen fast immer ein gemeinsames Ziel festgelegt, alle Gruppenmitglieder ziehen an einem Strang.

Bei den Trainings sei es besonders, dass der Alltag ausgeschaltet werde. Wenn man sich darauf einlässt, merke man einen riesigen Kontrast zwischen Alltag und Training und sehe die Welt und alltägliche Dinge ganz anders, meint Dost. Insbesondere für die Arbeit mit Jugendlichen sieht er vielfältige Möglichkeiten in den Trainings: „Es ist schon eine krasse Erfahrung, wenn die mal für vier Tage komplett draußen in der Natur sind, ohne Smartphone oder Tablet und dann plötzlich merken, dass ganz andere, noch selbstverständlichere Dinge plötzlich nicht mehr frei verfügbar sind. Da verändert sich sehr viel und sehr nachhaltig im Bewusstsein, und sei es nur eine neue Wertschätzung für das, was man hat. Es ist schon ein unfassbar geiles Gefühl, wenn man sich nach so einer Tour wieder in das eigene Bett legen kann. Oder man an einem Griff dreht, und es kommt heißes Wasser aus dem Hahn.“

Der bisher jüngste Teilnehmer war übrigens gerade mal drei Jahre alt – das geht in Ausnahmefällen aber natürlich nur im Beisein der Eltern. Für Jugendliche starten die Kurse ab 14 Jahren. Der Anbieter mit Sitz in Dresden ist bundesweit und im europäischen Ausland aktiv, die meisten Trainings finden in Sachsen und Mecklenburg statt. Das Kernteam besteht aus acht bis neun Trainern, die allesamt freiberuflich mitarbeiten und von denen alle den Bereich Überlebenskampf beherrschen. Jeder bringe weitere Fähigkeiten mit, um speziellere Kurse anbieten zu können, erklärt Dost.

„Einige Trainer haben einen Hintergrund beim Militär und kennen sich somit besser in Bezug auf Minen und Gefechtssituationen aus. Andere haben einen Hintergrund im medizinischen Bereich oder in der Pflanzenkunde und wissen daher besser bei Erster Hilfe oder bei der Fauna und der Nahrungsaufnahme Bescheid“, fasst Dost die breit aufgestellten Kompetenzen zusammen.

Wer etwas Bestimmtes sucht, kann sich durch das umfassende Angebot auf der Website stöbern – von Kursen speziell für Frauen bis hin zu abhärtenden Wintertrainings ist alles dabei.

www.earthtrail.de

Von Aaron Wieland und Kaddi Cutz

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