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Lokales Dresdner Firma Max Wießner möchte das Narrenhäusel an der Augustusbrücke wiederaufbauen
Dresden Lokales Dresdner Firma Max Wießner möchte das Narrenhäusel an der Augustusbrücke wiederaufbauen
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20:55 09.09.2015

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Die Dresdner Baufirma Wießner möchte das Projekt für insgesamt drei Millionen Euro realisieren.

Nachdem das Narrenhäusel 1945 den Luftangriffen zum Opfer fiel, wurde das Haus an der Neustädter Seite der Augustusbrücke 1950 vollständig abgerissen. Nur noch eine Bronzeplastik von Heinrich Apel erinnert an den Standort des Narrenhäusels.

Die Gesellschaft Historischer Neumarkt Dresden hatte vorgeschlagen, das 1755 errichtete Gebäude wieder aufzubauen. "Zur architektonischen Gestaltung könnte die Stadt einen offenen Architekturwettbewerb ausloben", schlägt GHND-Vorstand Torsten Kulke vor. Ein Interessent hat sich bereits gefunden: Frank Wießner von der gleichnamigen Dresdner Baufirma, möchte das Narrenhäusel in seiner ursprünglichen Gestalt aufleben lassen. "Hier an dieser stelle fehlt einfach etwas", findet Frank Wießner. "Historisch bewahrend, durch Modernes ergänzend", beschreibt er seine Idee für den Neubau.

Der besondere Clou dabei ist: In dem einstigen Wohnhaus des kurfürstlichen Hofnarren kann sich Matthias Schanzenbach, der amtierende Hofnarr-Darsteller, ein Büro einrichten oder zentralen Veranstaltungsraum bekommen. Auch für den Stadtschreiber findet sich dann ein Platz im Haus - der soll künftig eine Wohnung im Dachgeschoss beziehen.

"Man kann hier problemlos an die Historie anknüpfen und einen attraktiven Ort für Dresden und seine Touristen schaffen", so Wießner. "Es ist meiner Meinung nach schwierig mit einem modernen Entwurf an dieser Stelle eine ähnliche Qualität hinzubekommen wie mit einem historischen." Der amerikanische Architekt Daniel Libeskind, nach dessen Plänen auch das Dresdner Militärhistorische Museum umgebaut wurde, hatte vor einigen Jahren an der Hauptstraße einen modernen Entwurf geliefert. Dieser wurde abgelehnt.

Das neue Narrenhäusel soll nach Plänen der Baufirma künftig Gastronomie sowie Veranstaltungs- und Tagungsräume bereithalten.

Wießner will sich mit seiner Firma nun um das Grundstück bewerben und die Baungenehmigung bei der Stadt einholen. "Ich habe die möglichen Kosten grob überschlagen", so der Bauingenieur. "Es wird sich nicht wirklich für mich rechnen, das Haus ist meiner Meinung nach aber wichtig für die Stadtansicht." Rund drei Millionen Euro müsste in das Bauvorhaben investiert werden.

Frank Wießner ist guter Dinge. "Ich denke, wir werden in Dresden dafür auf alle Fälle eine Mehrheit bekommen", sagt er. "Am Neumarkt hat es funktioniert, warum soll es hier nicht auch klappen?"

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.06.2015

Juliane Weigt

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