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Dresdner Firma Magix entwickelt erfolgreich Audio- und Videosoftware

Dresdner Firma Magix entwickelt erfolgreich Audio- und Videosoftware

Fotos auf DVD, Video deluxe, Music Maker - in Elektronikmärkten füllt die Software der Magix AG Regale. Das börsennotierte Unternehmen mit Sitz in Berlin macht mit seinen Computerprogrammen einen Jahresumsatz von 29 Millionen Euro (Stand 2011/12).

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Tilmann Herberger, Geschäftsführer der Magix Software GmbH, zeigt den neuen Music Maker fürs Smartphone.

Quelle: Dietrich Flechtner

Was wenige wissen: Der Konzern hat sein Herz in Dresden. Auf dem "Magix-Campus" am Wasaplatz schreiben mittlerweile hundert Entwickler der Magix Software GmbH an der Audio- und Videosoftware des weltweiten Marktführers. Vor drei Jahren ist Magix in die Entwicklung von Apps eingestiegen, Anwenderprogrammen für Smartphones, und braucht mehr Entwickler.

"Ja, wir sind im Moment auf der App-Schiene" bestätigt Tilmann Herberger, Chef der Magix-Entwicklung. "Wir suchen talentierte Leute, die mit einsteigen wollen." Programmierer, die mit dem Android-Betriebssystem oder dem iOS, dem Standardsystem der Apple-Produkte, vertraut seien.

"Für uns ist die App-Entwicklung ein Zukunftsmodell. Wenn eine App Qualität hat, geben die Leute auch Geld dafür aus", glaubt der 49-jährige Dresdner. Wegen seiner vielfältigen Anwenderprogramme und der sich daraus ergebenen Synergien hat laut Herberger Magix einen großen Vorteil gegenüber kleinen Startups, die erfolglos jede Menge Apps auf den Markt werfen, in der Hoffnung, dass eine zum Verkaufsschlager wird.

Ein Baby aus der Dresdner Softwareschmiede ist der Anfang September auf den Markt gekommene "Music Maker Jam" für Handys und Tablet-PCs mit Androidsystem. Sozusagen die mobile Alternative des Klassikers "Magix Music Maker" für PC, der mit der Firmengründung 1993 auf den Markt gebracht wurde und mittlerweile seit 20 Jahren verkauft wird.

Die Smartphone-App kann kostenlos aus dem Internet runtergeladen werden und ähnelt im Prinzip seinem großen PC-Bruder. Ähnlich einem Legobaukasten können die Anwender verschiedene Musikspuren und Soundelemente zu einem eigenen Werk komponieren. Dafür werden auch vorgefertigte Soundloops bereitgestellt. Zu den kostenlos zur Verfügung gestellten Soundstyles können Klangpakete hinzugekauft werden. Die Geschäftsidee geht auf. Die Kunden würden zu einem hohen Prozentsatz die Soundstyles nachkaufen, so Herberger.

Neben einfach anwendbaren Consumer-Produkten stattet Magix unter anderem Radiostationen und hochprofessionelle Mulitmediastudios mit Software aus. Der Videobereich habe sich zum umsatzstärksten Element entwickelt. Allgemein beobachtet Herberger einen Trend zum "digital Storytelling". Anstatt sich Briefe zu schreiben, erzählt man sich heutzutage per Foto und Video, was passiert, stellt das Material auf Plattformen wie Youtube oder Facebook.

Das allererste Magix-Audioprogramm "Music Maker" hat übrigens seine Wurzeln in der Dresdner Musikhochschule. Dort arbeiteten Herberger und sein Kompagnon Titus Tost, die gerade ihr Informatik-Studium an der TU-Dresden abgeschlossen hatten, im Studio für elektronische Klangraumerzeugung. Von 1990 bis zur Schließung des Studios im Jahr 1993. Das Ende der Musik-Software-Entwicklung an der Hochschule bezeichnet Herberger heute als "heilsamen Tritt in den Hintern". Er und sein Partner Titus Tost machten sich selbstständig, schrieben die ersten Jahre im eigenen Wohnzimmer den Quellcode für die Programme. Im Jahr 2000 war die Firma Magix so erfolgreich, dass das erste Haus am Wasaplatz für die Informatiker angemietet wurde. Mittlerweile ist dort mit vier Entwicklerhäusern ein kleiner "Magix-Campus" entstanden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2013

Madeleine Arndt

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