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Dresdner Feuerwehr bildet eigene Brandmeisteranwärter aus

Albertwache Dresdner Feuerwehr bildet eigene Brandmeisteranwärter aus

Die Albertwache wird zur Übungswache. Ab 2019 werden dort erstmals 22 Brandmeisteranwärter ausgebildet, weil bei der Landesfeuerwehrschule die Plätze fehlen. Die Zukunft dieses Modells ist ungewiss.

In eng bebauten Gegenden kann eine Drehleiter nicht zum Einsatz kommen, deswegen wird im Trockenhaus auch das Anleitern geprobt.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Die Dresdner Feuerwehr geht unter die Ausbilder. Werden derzeit bereits 15 Notfallsanitäter ausgebildet und weitere 15 Ausbildungsstellen im Herbst besetzt, will man im nächsten Jahr auch Brandmeisteranwärter ausbilden, wie Andreas Rümpel, Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes sagt. Damit reagiert die Landeshauptstadt auf Engpässe bei der Landesfeuerwehrschule in Elsterheide.

Dort haben die Dresdner einen Bedarf von 20 Ausbildungsplätzen angemeldet, aber nur zwölf zugewiesen bekommen. Der Grund: Auch andere Berufsfeuerwehren in Sachsen haben einen erhöhten Ausbildungsbedarf, weil die Zahl der Altersabgänge steigt. Rümpel warnt deswegen schon seit dem Frühjahr 2017 vor personellen Engpässen, seither wird auch über einen Alleingang bei der Ausbildung überlegt.

22 Kameraden beginnen 2018 die Grundausbildung

Nun gibt es konkrete Pläne. Sie sind verknüpft mit der Albertwache, wo derzeit ein neues Ausbildungszentrum entsteht. Ein Übungshaus für Trockenübungen unter Raucheinwirkung für 750 000 Euro steht bereits, das Brandübungshaus für rund 3,25 Millionen Euro wird bis zum Herbst fertiggestellt. Hinzu kommen weitere 500 000 für die Außenanlagen, die als Übungshof dienen.

Die Einrichtungen waren eigentlich für die internen Schulungen vor allem der Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren gedacht, verschaffen Dresden aber auch die Möglichkeit, die halbjährige Grundausbildung der Brandmeisteranwärter in derselben Qualität abzuhalten, wie an der Landesfeuerwehrschule. 22 Kameraden sollen damit im nächsten Jahr beginnen, anschließend wechseln sie wie üblich in ihre Feuerwehreinheiten und werden später als Rettungssanitäter eingesetzt. „Den Abschluss der Ausbildung und auch die Prüfung sollten sie dann wieder bei der Landesfeuerwehrschule ablegen“, sagt Rümpel.

Feuerwehrleute, die sich in Dresden auskennen

Derzeit laufen noch Verhandlungen mit dem Innenministerium, wer die 300 000 Euro Ausbildungskosten bezahlt. Wobei Dresden nicht allzusehr auf eine komplette Kostenübernahme des Freistaats pocht. „Brandschutz ist eine kommunale Aufgabe“, sagt Ordnungsbürgermeister Detlef Sittel (CDU). Der Stadt entstünden durch die eigene Ausbildung auch Vorteile: „Wir bekommen Feuerwehrleute, die sich bereits in der Stadt auskennen“, sagt er. Gleichwohl betont Rümpel: „Wir sind keine Landesfeuerwehrschule.“

Genau dazu laufen in den nächsten fünf Jahren noch Diskussionen. Bis dahin soll die Feuerwehrschule aufgestockt sein. Dann werde man auch sehen müssen, ob die Dresdner weiter ihre eigenen Leute ausbilden oder ob das wieder ganz der Schule überlassen wird. „Wenn dort Plätze frei bleiben, kann das auch keiner wollen“, sagt Sittel.

Von Uwe Hofmann

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