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Lokales Dresdner Fernsehturm: Stadt soll bis Ende Juni 2018 liefern
Dresden Lokales Dresdner Fernsehturm: Stadt soll bis Ende Juni 2018 liefern
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07:32 03.11.2017
Die Zukunft des Fernsehturms bleibt weiter offen.  Quelle: Stephan Lohse
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Dresden

Es waren die Grünen, die die Euphorie bremsten. Fraktionsvorsitzende Christiane Filius-Jehne fragte, was wohl passiert, wenn sich bis zu 2000 Fernsehturmbesucher durch Pappritz bewegen – zu 90 Prozent mit dem privaten Auto, wie es in der Machbarkeitsstudie steht. „Dann müsste am Fuße des Fernsehturms ein Parkhaus gebaut werden“, wies Filius-Jehne darauf hin, dass es mit den Sanierungskosten nicht getan ist, sondern auch viel Geld für die Infrastruktur fließen muss, wenn der Fernsehturm wieder öffentlich zugänglich gemacht werden soll.

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Es war Grünen-Stadtrat Johannes Lichdi, der am Donnerstagabend die Stadträte aufforderte, sich nicht in die Tasche zu lügen. „Wie werden wir entscheiden, wenn es zum Schwur kommt?“, fragte Lichdi. Wenn es um die Frage gehe, für 14 Millionen Euro einen zweiten Rettungsweg am Fernsehturm zu installieren – oder mit dem Geld zwei Schulen zu sanieren. „Wir sollten keine falschen Hoffnungen wecken. Investitionen in Bildung und die soziale Infrastruktur haben Priorität“, erklärte der Grünen-Stadtrat.

Ähnlich hatte im Vorfeld der Debatte zum Fernsehturm auch die CDU geklungen, am Donnerstag erklärte der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Peter Krüger: „Wir finden den jetzt eingeschlagenen Weg richtig. Wir wollen wissen, was es kostet.“ Der Fernsehturm liege den Dresdnern am Herzen.

Mit großer Mehrheit einigte sich der Stadtrat auf einen Beschluss, der eine Synthese aus Anträgen von FDP/Freie Bürger und SPD ist: Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) wird mit der Bildung einer Lenkungsgruppe beauftragt, die die Rahmenbedingungen für eine Sanierung ermittelt – so wollen es die Sozialdemokraten. Besonderes Augenmerk soll auf die Eigentumsfrage gelegt werden – das ist die Forderung der Liberalen. „Selbst wenn wir das Geld hätten, könnten wir nichts machen“, erklärte FDP-Frontmann Holger Zastrow, „weil uns der Fernsehturm nicht gehört, sondern einer Telekom-Tochter.“ Für Zastrow ist der Fernsehturm ein emotionales Thema, bekannte er, vielen Dresdnern gehe es genauso. Bis 30. Juni 2018 soll die Lenkungsgruppe Ergebnisse liefern.

Zukunftsvisionen um den Fernsehturm

Der Antrag der AfD-Fraktion, dass der Stadtrat ein Bürgerbegehren zum Fernsehturm beschließt, fand keine Mehrheit. „Ein Antrag zur Unzeit“, so SPD-Fraktionsvorsitzender Christian Avenarius. „Es sind einfach noch zu viele Rahmenbedingungen unklar.“

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Von Thomas Baumann-Hartwig

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