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Dresdner Faultiere bekommen neues Gehege

Dresdner Faultiere bekommen neues Gehege

Diese imposanten Geschöpfe sieht nur, wer nach oben schaut: Fünf Faultiere hangeln sich den lieben langen Tag im Zoo kopfüber an Seilen durch ihre Gehege - das Pärchen Marlies und Daniel gut erkennbar auf seiner Anlage im Prof.-Brandes-Haus, drei weitere Artgenossen namens Oskar, Ramon und Amy hinter den Kulissen und also nur sichtbar für die Tierpfleger.

Von Katrin Richter

Oskar und Ramon, die beiden Söhne des Zuchtpaars, sollen an andere Zoos abgegeben werden.

Marlies & Daniel, die 1996 und 1993 als Wildfang aus Guyana nach Dresden gelangten, bekommen bis zum Sommer eine eigene, 25 Quadratmeter große Außenanlage neben dem Spielplatz am Prof.-Brandes-Haus. "Die beiden können dann das Gehege selbstständig über eine Klappe erreichen", informiert Zoo-Volontär Thomas Brockmann.

Die neue Anlage verfügt über einige größere Robinien-Baumstämme, die mit Seilen verbunden werden, damit sich die Faultiere daran entlang hangeln können. "Den Holzzaun müssen wir noch mit Plexiglas abdecken", erklärt Brockmann. Ansonsten könne es durchaus passieren, dass die beiden Faultiere durch den Zaun hindurch klettern und den benachbarten Kinderspielplatz für sich entdecken.

Faultiere sind nicht wirklich faul. Sie erwecken nur den Eindruck, weil sie sich für gewöhnlich wie in Zeitlupe vorwärts bewegen. Man sollte sich davor hüten, diese Tierchen streicheln zu wollen, wenn sie sich im Prof. Brandes-Haus gemächlich über den Köpfen der Besucher entlang bewegen. "Wenn sie zubeißen, kann das sehr schmerzhaft sein", weiß Revierleiter Olaf Lohnitz.

Wenn die Faultiere nicht gerade in den Schlafboxen vor sich hindösen, verbringen sie ihr Leben ausschließlich mit dem Rücken nach unten hängend. Sie nehmen auch das Futter in Gestalt von Obst, Gemüse und Grünzeug in dieser Lage ein und paaren sich selbst in jener Position. Ihr Körper hat sich im Übrigen der "verkehrten Welt" angepasst: "Die inneren Organe der Faultiere drehen sich im Laufe der Zeit so, dass beispielsweise nichts auf die Lunge drücken kann", erklärt Lohnitz. Das Fell dieser in den Regenwäldern Mittel- und Südamerikas beheimateten Wesen ist im Gegensatz zu den allermeisten anderen Säugetieren vom Bauch abwärts gescheitelt, damit das Regenwasser besser abfließen kann.

Die Dresdner Faultiere gehören zu den Zweifinger-Faultieren. Sie verfügen an den Vorderfüßen über zwei und an den Hinterbeinen über drei Zehen, die allesamt in Krallen enden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.06.2012

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