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Dresdner Eltern gründen Verein zur Unterstützung freiberuflicher Hebammen

Gut ins Leben Dresdner Eltern gründen Verein zur Unterstützung freiberuflicher Hebammen

Seit 2012 steigen die Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung freiberuflicher Hebammen – bis zum Jahr 2020 auf 9000 Euro pro Jahr. Eine Tatsache, die viele Hebammen dazu zwingt, ihren Beruf aufzugeben. Das Problem ist bekannt, eine Lösung aber nicht in Sicht. Das möchte der Dresdner Verein „Gut ins Leben e.V.“ jetzt ändern.

Die Hebammen Heike Erlenkämper (r.) und Teresa Herrmann engagieren sich für den Verein „Gut ins Leben“.
 

Quelle: Anja Schneider

Dresden. Seit 2012 steigen die Beiträge zur Berufshaftpflichtversicherung freiberuflicher Hebammen – bis zum Jahr 2020 auf 9000 Euro pro Jahr. Eine Tatsache, die viele Hebammen dazu zwingt, ihren Beruf aufzugeben. Das Problem ist bekannt, eine Lösung aber nicht in Sicht. Das möchte der Dresdner Verein „Gut ins Leben e.V.“ jetzt ändern.

Ausgangspunkt für die Vereinsgründung ist das HebammenHaus auf der Louisenstraße, treibende Kraft sind Eltern, die dort betreut wurden und werden. Das Ziel: Durch ihre Mitgliedsbeiträge sollen die Bedingungen für eine möglichst natürliche Geburt erhalten und bisher unbezahlte Angebote der Hebammen finanziell unterstützt werden. „Der Beruf soll den festen Platz behalten, den er seit Jahrhunderten hat“, fasst es Vereinsmitglied Alina Georgi zusammen. Lokal losmachen und möglicherweise eine zumindest sachsenweite Lösung finden, das ist die Maxime von „Gut ins Leben“.

„Die Suche nach einer Hebamme nimmt den Frauen momentan die Freude an der Schwangerschaft“, sagt die freiberufliche Hebamme Heike Erlenkämper. Mit Öffentlichkeitsarbeit und – auch telefonischer – Beratung werdender Eltern will der Dresdner Verein dagegenwirken. Denn: „Wenn Mütter nicht gut betreut werden, ist das langfristig nicht gut für die Gesellschaft“, so Teresa Herrmann, die als Hebamme in einer Klinik arbeitet. Die Hoffnung der Vereinsmitglieder: Überparteilich Einfluss nehmen zu können.

Viel mehr Möglichkeiten hätten Hebammen schließlich nicht. „Wir können nicht streiken, das liegt nicht in unserem Berufsethos. Und damit spekuliert die Politik natürlich“, sagt Heike Erlenkämper. Ein positives Bild des Berufes will der Verein zeigen und ein Forum bieten, um Möglichkeiten zu gestalten. „Es ist skandalös, dass für solch einen lebenswichtigen Beruf überhaupt ein Verein gegründet werden muss“, fasst es Teresa Herrmann zusammen.

Bereits jetzt – einen Monat nach Vereinsgründung – haben die Mitglieder ein gesteigertes Interesse für dieses Thema wahrgenommen. Viele wollen helfen. Und das liegt ganz im Sinne von „Gut ins Leben“. Denn mehr Mitglieder bedeuten mehr Gewicht. Und damit möglicherweise auch endlich mehr Einflussnahme.

 Kontakt: Gut ins Leben e.V., Louisenstraße 75, Mail: kontakt@gut-ins-leben.de“

Von Christin Grödel

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