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Lokales Dresdner Elektronik kann Straßenlaternen Intelligenz einimpfen
Dresden Lokales Dresdner Elektronik kann Straßenlaternen Intelligenz einimpfen
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12:14 07.07.2017
Vorläufer der intelligenten Laternen sind als Elektroauto-Ladesationen bereits in einer handvoll Städte weltweit im Testbetrieb. Quelle: eluminocity
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Dresden

Die sächsische Landeshauptstadt bekommt möglicherweise bald Ladestationen für Elektroautos, die gleichzeitig als intelligente Straßenlaterne, öffentliche WLAN-Sender und Parkplatz-Melder dienen. Das kann sich zumindest Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) gut vorstellen. Entwickelt hat diese Superlaternen das Münchner Unternehmen Eluminocity und dafür unter anderem Mikroelektronik von Infineon Dresden verwendet. Dank eingebauter Sensoren können diese LED-Laternen erkennen, wenn sich Fußgänger oder Autos nähern, schalten dann automatisch auf volle Lichtstärke – um sich dann wieder herunterzuregeln, wenn Passant und Fahrzeug verschwunden sind.

OB Hilbert zeigte sich angetan von dem Konzept, nachdem er einen Prototypen während der Dresdner Wissenschaftsnacht besichtigt hatte. „An neuen Standorten wie im Wissenschaftspark Ost, wo ohnehin neue Straßenbeleuchtung gebraucht wird, wären solche Laternen denkbar“, sagte er.

Die genauen Mehrkosten einer solchen digitalen und vernetzten Super-Straßenlaterne gegenüber traditioneller Technik vermochte Eluminocity-Projektmanager Julian Lieb auf DNN-Anfrage zwar noch nicht zu nennen: Es handele sich immerhin erst um einen Prototypen, der zur Wissenschaftsnacht vorgeführt wurde. Er zeigte sich aber überzeugt, dass sich die höheren Anschaffungs-Ausgaben durch eingesparte Stromkosten in überschaubaren Zeiträumen amortisieren. Immerhin verzehre die öffentliche Straßenbeleuchtung 36 Prozent des gesamten kommunalen Energieverbrauchs. Allein die Umrüstung auf LED-Technik könne bis zu 70 Prozent der Stromkosten reduzieren – und intelligent selbststeuernde Laternen könnten den Energieverbrauch weiter senken, betonte Julian Lieb. Ohnehin müssten deutschlandweit Millionen Straßenlaternen in den nächsten Jahren ohnehin ausgetauscht werden, weil sie überaltert sind oder nicht mehr neuen Energienormen entsprechen.

Von Heiko Weckbrodt

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