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Lokales Dresdner Ehepaar war knapp zwei Jahre mit altem Mitsubishi in Amerika, Asien und Europa unterwegs
Dresden Lokales Dresdner Ehepaar war knapp zwei Jahre mit altem Mitsubishi in Amerika, Asien und Europa unterwegs
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21:17 09.09.2015
Kleiner Sektempfang zur glücklichen Heimkehr: Gestern kamen Katherine Sonntag-Zech und Martin Zech nach knapp zwei Jahren Weltreise auf dem Alaunplatz an. Quelle: D. Flechtner

Dort hatten sich 60 Freunde und Verwandte eingefunden, um die drei Weltreisenden gebührend in Empfang zu nehmen.

"Herr Lehmann", muss man wissen, ist ein grüner Mitsubishi L300, Baujahr 1998. Den Namen hat er abbekommen, weil das Paar den Roman "Herr Lehmann" von Sven Regener, Sänger der Band "Element of Crime", so toll fand. Der Roman wurde auch verfilmt. Das Gefährt verfügt über einen "unkaputtbaren" 2,5-Liter-Saugdieselmotor mit 69 PS, aber dafür ordentlichem Drehmoment, der die Kraft auf die Hinterachse überträgt. Zech hätte dem Auto nachträglich gern Allradantrieb verpasst. Weil das aber ein Ding der Unmöglichkeit war, hat der Mitsubishi stattdessen ordentliche Offroadreifen bekommen und ist 15 Zentimeter höhergelegt worden. Der Spritverbrauch lag bei 100 Kilometer pro Stunde auf der Autobahn bei lediglich 8,5 Litern.

Die Route, die die beiden mit ihrem alten Mitsubishi zurücklegten und für die sie jahrelang gespart hatten, kann sich durchaus sehen lassen: Gestartet am 28. August 2012 in Dresden, ging es zunächst mit dem Flugzeug nach Halifax in Kanada. "Herr Lehmann" nahm den Seeweg bis hin. Anschließend durchquerte das Trio den amerikanischen Kontinent von Nord nach Süd bis Feuerland. Dann ging es nach Argentinien. Dort angekommen, haben die beiden "Herrn Lehmann" nach Thailand verschifft und sind mit dem Flugzeug hinterhergeflogen. Von dort aus nahmen sie die Route über Malaysia, Laos, Kambodscha, China und die Mongolei. Über Russland ging es schließlich über Lettland, Litauen und Polen gen Heimat.

Welches Erlebnis das aufregendste war in den knapp zwei Jahren? Das sei ganz klar die Fahrt durch die Sanddüne von Khongoryn Els in der Mongolei gewesen, berichtet Katherine Sonntag-Zech. Immerhin seien sie mit dem Hecktriebfahrzeug bei Sandsturm drei Kilometer durch die Düne gefahren. "Wir hatten Angst, dass wir steckenbleiben und ,Herrn Lehmann' aus dem Sand ziehen müssen", erzählt die junge Frau. Doch clever, wie die beiden waren, haben sie die Luft aus den Rädern gelassen und sind quasi auf den Felgen durch die drei Kilometer lange Düne gefahren.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.06.2014

Katrin Richter

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