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Dresdner Diabetes-Experte gibt Tipps zur gesunden Ernährung

Vielseitig, aber nicht zu viel Dresdner Diabetes-Experte gibt Tipps zur gesunden Ernährung

Die Veranlagung für eine Diabetes Typ 2-Erkrankung liegt in den Genen. Der Lebensstil aber entscheidet in großem Maß darüber, ob die Krankheit ausbricht. Neben ausreichend Bewegung ist deshalb die richtige Ernährung der Schlüssel zu einem gesunden Leben.

Prof. Andreas Birkenfeld ist Direktor des Studienzentrums Metabolisch-Vaskuläre Medizin in Dresden.
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  „Die Menschen haben sich nicht entschieden, inaktiv zu sein. Aber die Umwelt hat sich gewandelt. Mittlerweile ist alles im Sitzen möglich“, sagt Andreas Birkenfeld, Direktor des Studienzentrums Metabolisch-Vaskuläre Medizin und Professor an der Medizinischen Klinik III des Universitätsklinikums. Die Folge: Übergewicht und ein erhöhtes Risiko für Diabetes Typ 2. Die Veranlagung dafür liegt in den Genen. Der Lebensstil aber entscheidet in großem Maß darüber, ob die Krankheit ausbricht. Neben ausreichend Bewegung ist deshalb die richtige Ernährung der Schlüssel zu einem gesunden Leben.

Mehr als sechs Millionen Deutsche sind an Diabetes erkrankt, etwa 90 Prozent davon an Diabetes mellitus Typ II. Trauriges Schlusslicht bildet neben Sachsen-Anhalt Sachsen, wo zwölf Prozent der Bevölkerung betroffen sind – der Großteil übergewichtig, wenn nicht gar adipös. Wie lässt sich ein Ausbruch also vermeiden? „Mit einer vielseitigen Vollwertkost, die die gesamte Bandbreite ausschöpft“, sagt Prof. Birkenfeld. Heißt im Klartext: Getreideprodukte, hochwertige Pflanzenfette, genügend Eiweiß, Ballaststoffe, Gemüse und Obst, wenig kristallinen Zucker und, am wichtigsten, von allem nicht zu viel. Hinzu kommen Aspekte, wie man seine Nahrung zu sich nimmt. Wer langsamer isst, bleibt länger satt und versorgt seinen Körper kontinuierlich mit Nährstoffen. Bei einem schnell reingeschütteten Softdrink hingegen, schießt der Zucker innerhalb von Sekunden ins Blut, der Körper produziert sehr viel Insulin. Auf lange Sicht nicht gesundheitsfördernd.

Dass Süßkram und fetthaltige Lebensmittel nicht als ausgewogene Ernährung gelten, dürfte klar sein. Dennoch steigt die Zahl der Diabetes-Erkrankten weiter. Warum? „Unsere heutige Umwelt macht es nötig, sich bewusst für mehr Bewegung und gesundes Essen zu entscheiden. Man muss bewusst darauf achten, sich nicht gehen zu lassen“, erklärt der Direktor des Studienzentrums. Ist die Erkrankung einmal ausgebrochen, bleibt sie – und muss in den meisten Fällen früher oder später mit Medikamenten behandelt werden. Zudem gehen in vielen Fällen Folgeerkrankungen einher – Schlaganfall, Herzinfarkt, Beinamputationen. Im Studienzentrum Metabolisch-Vaskuläre Medizin werden deshalb Studien durchgeführt, die die Behandlung der Erkrankung selbst und deren Folgen verbessern sollen. Patienten, die an Diabetes, Übergewicht oder Fettstoffwechselstörungen leiden und Interesse an medizinischen Studien mitbringen, können sich unter der Nummer 0351/4400 591 melden.

Anlässlich des Tages der gesunden Ernährung am Dienstag beantwortet Prof. Birkenfeld Fragen rund um das Thema Diabetes und seine Ursachen sowie zu Risiken und Folgeerkrankungen. Er ist dafür am Dienstag zwischen 10 und 12 Uhr in der Sendung „Der Tag mit Expertenrat“ im MDR 1 Sachsen zu Gast.

www.diabetes-dresden.de

Von Christin Grödel

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