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Dresdner Chirurgen trainierten im mobilen OP-Truck

Klinikum Friedrichstadt Dresdner Chirurgen trainierten im mobilen OP-Truck

In einem 12 Meter langen Truck am Klinikum Friedrichstadt wurde am Montag geschraubt und genäht. In dem mobilen High-Tech-Labor konnten Dresdner Chirurgen ihre Fertigkeiten festigen und moderne Verfahrenstechniken üben.

Oberarzt der Unfallchirurgie Dr. Philipp Bula (r.) schult Dr. Tim Fülling und Dr. Katharina Seitz im Umgang mit den Stryker-Werkzeugen.

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden. In einem zwölf Meter langen amerikanischen Truck stand am Montag ein voll ausgestattetes High-Tech-Labor mit modernster Bildübertragungstechnik am Friedrichstädter Klinikum. In diesem Gefährt ist ein hochwertiges Training an Gelenkmodellen und Humanpräparaten möglich. Der Truck tourt das gesamte Jahr über durch Europa. Zuletzt war er in Norwegen und im Vereinigten Königreich unterwegs. Nur große Traumazentren bekommen diese organisatorisch aufwendige Möglichkeit. Am Montag machte er Station in Dresden.

Insgesamt 35 Chirurgen sowie OP-Pflegepersonal aus dem Klinikum Dresden-Friedrichstadt – aus Traumatologie und Orthopädie – sowie aus dem Klinikum Dresden-Neustadt und dem Diakonissenkrankenhaus konnten dort ihre Fertigkeiten festigen. Geübt wurden modernste Verfahren zur Frakturstabilisierung an langen Röhrenknochen mit Nagel- und Plattensystemen. Alle Rekonstruktionstechniken an Schulter-, Knie-, Ellbogen- und Sprunggelenk können hier trainiert werden – ebenso Techniken in der Hand- und Fußchirurgie. Geschraubt und genährt wurde an knochenähnlichen Kunstknochen, sogenannte „Sawbones“, und Humanpräparaten. An mehreren Stationen im Truck konnten die Chirurgen handwerkliche besonders knifflige Details verschiedenster Verfahren üben, mit denen Schenkelhals- und Oberarmbrüche sowie Gelenkverletzungen am Ellenbogen behoben werden können.

„Dieses mobile Labor ist eine hervorragende Möglichkeit, um die bei uns im Klinikum auf höchsten Standard durchgeführten Operationen weiter zu vertiefen und neueste Operationstechniken zu trainieren“, sagt Dr. Philipp Bula, Leitender Oberarzt der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, über diese OP-Trainingseinheiten vor Ort. „Wir legen Wert darauf, unseren Ärzten fortlaufend die Möglichkeit zu geben, innovative Operationstechniken zu erlernen und neue Fähigkeiten zu vertiefen“, ergänzt er. Ein weiterer Vorteil dieses mobilen Trainings: Die Mediziner müssen den Klinikbetrieb für die Weiterbildung an diesem Tag nicht verlassen. „Das gesamte Team kann sich gemeinsam weiterbilden. Zusammen mit dem Pflegepersonal können die verschiedenen Operationsschritte simuliert und gemeinsam trainiert werden“, so Bula.

Der OP-Truck war zuletzt im September 2013 zu Gast im Klinikum Friedrichstadt. Dass die Fort- und Weiterbildung am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt einen hohen Stellenwert hat, zeigt sich außerdem mit dem Simulationszentrum und der Praktischen Ausbildung vor Ort im Klinikum.

Von Juliane Weigt

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