Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdner Chirurgen trainierten im mobilen OP-Truck
Dresden Lokales Dresdner Chirurgen trainierten im mobilen OP-Truck
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:00 05.12.2016
Oberarzt der Unfallchirurgie Dr. Philipp Bula (r.) schult Dr. Tim Fülling und Dr. Katharina Seitz im Umgang mit den Stryker-Werkzeugen. Quelle: Dietrich Flechtner
Anzeige
Dresden

In einem zwölf Meter langen amerikanischen Truck stand am Montag ein voll ausgestattetes High-Tech-Labor mit modernster Bildübertragungstechnik am Friedrichstädter Klinikum. In diesem Gefährt ist ein hochwertiges Training an Gelenkmodellen und Humanpräparaten möglich. Der Truck tourt das gesamte Jahr über durch Europa. Zuletzt war er in Norwegen und im Vereinigten Königreich unterwegs. Nur große Traumazentren bekommen diese organisatorisch aufwendige Möglichkeit. Am Montag machte er Station in Dresden.

Insgesamt 35 Chirurgen sowie OP-Pflegepersonal aus dem Klinikum Dresden-Friedrichstadt – aus Traumatologie und Orthopädie – sowie aus dem Klinikum Dresden-Neustadt und dem Diakonissenkrankenhaus konnten dort ihre Fertigkeiten festigen. Geübt wurden modernste Verfahren zur Frakturstabilisierung an langen Röhrenknochen mit Nagel- und Plattensystemen. Alle Rekonstruktionstechniken an Schulter-, Knie-, Ellbogen- und Sprunggelenk können hier trainiert werden – ebenso Techniken in der Hand- und Fußchirurgie. Geschraubt und genährt wurde an knochenähnlichen Kunstknochen, sogenannte „Sawbones“, und Humanpräparaten. An mehreren Stationen im Truck konnten die Chirurgen handwerkliche besonders knifflige Details verschiedenster Verfahren üben, mit denen Schenkelhals- und Oberarmbrüche sowie Gelenkverletzungen am Ellenbogen behoben werden können.

„Dieses mobile Labor ist eine hervorragende Möglichkeit, um die bei uns im Klinikum auf höchsten Standard durchgeführten Operationen weiter zu vertiefen und neueste Operationstechniken zu trainieren“, sagt Dr. Philipp Bula, Leitender Oberarzt der Klinik für Unfall-, Wiederherstellungs- und Handchirurgie, über diese OP-Trainingseinheiten vor Ort. „Wir legen Wert darauf, unseren Ärzten fortlaufend die Möglichkeit zu geben, innovative Operationstechniken zu erlernen und neue Fähigkeiten zu vertiefen“, ergänzt er. Ein weiterer Vorteil dieses mobilen Trainings: Die Mediziner müssen den Klinikbetrieb für die Weiterbildung an diesem Tag nicht verlassen. „Das gesamte Team kann sich gemeinsam weiterbilden. Zusammen mit dem Pflegepersonal können die verschiedenen Operationsschritte simuliert und gemeinsam trainiert werden“, so Bula.

Der OP-Truck war zuletzt im September 2013 zu Gast im Klinikum Friedrichstadt. Dass die Fort- und Weiterbildung am Krankenhaus Dresden-Friedrichstadt einen hohen Stellenwert hat, zeigt sich außerdem mit dem Simulationszentrum und der Praktischen Ausbildung vor Ort im Klinikum.

Von Juliane Weigt

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lokales Dresden investiert 32 Millionen Euro - Brücken reparieren statt Brücken bauen

Mit 32 Millionen Euro bringt Dresden im nächsten Jahr seine Brücken auf Vordermann. Die Sanierung der Augustusbrücke ist mit rund 23 Millionen Euro der größte Einzelposten. Aber auch an der Nossener Brücke und dem lauen Wunder wird gearbeitet. Daneben gibt es eine Fülle an kleineren Vorhaben.

06.12.2016

Vier junge Menschen aus Dresden haben am Montagnachmittag von Schulbürgermeister Peter Lames (SPD) offiziell das sogenannte Start-Stipendium erhalten. Meron, Tina, Kais und Hava sind zwischen 18 und 20 Jahren alt und stammen aus Eritrea, Italien, Russland und Syrien.

05.12.2016

Die CDU hat sich von ihren Wählern entfremdet, finden Ulrich Link und Peter Heichen. Die beiden Dresdner CDU-Mitglieder wollen nicht austreten, sondern ihre Partei auf den richtigen Kurs zurückbringen.

06.12.2016
Anzeige