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Lokales Dresdner CDU empört über Verkehrsbetriebe
Dresden Lokales Dresdner CDU empört über Verkehrsbetriebe
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15:00 08.08.2017
Die Dresdner CDU ist empört über die Verkehrsbetriebe Quelle: Flechtner (Archiv)
Dresden

„Das ist ein Affront gegen einen gültigen Stadtratsbeschluss“, ärgert sich CDU-Stadtrat Veit Böhm. Auf der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau teilte Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) mit, dass die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) die Einrichtung einer Pilotlinie oberhalb der Maxim-Gorki-Straße in Trachenberge rundherum ablehnen. Die Strecke könne nicht rentabel betrieben werden, habe der Vorstand der DVB erklärt.

„Das Verhalten der DVB zeigt, dass man nur auf die großen und rentablen Strecken setzt“, so Böhm. „Es werden immer neue Gründe vorgeschoben, um die Verbesserung des Öffentlichen Personennahverkehrs in Trachenberge zu verhindern.“ Böhm verweist auf den Stadtratsbeschluss vom September 2016, der keinerlei Interpretationsspielräume zulasse. Darin heißt es: „Vor dem Hintergrund einer unzureichenden ÖPNV-Anbindung der Trachenberger Wohnquartiere oberhalb der Maxim-Gorki-Straße und einer zunehmenden Anzahl dort lebender älterer Menschen wird der Oberbürgermeistermeister beauftragt, im Rahmen einer Testphase – aber mit dem Ziel der dauerhaften Einrichtung einer Busanbindung – das potenzielle Fahrgastaufkommen und tatsächliche Nutzerverhalten im benannten Bereich zu evaluieren. Hierzu sollen in einem ersten Schritt Interimshaltestellen eingerichtet werden, um durch Verlängerung von bestehenden Buslinien oder durch Einsatz eines kleineren Quartierbusses das benannte Gebiet verkehrlich anzubinden.“

Der Beschluss sei klar formuliert und verzichte auf Konjunktive, so der CDU-Stadtrat. „Der Baubürgermeister hat uns zugesichert, noch einmal das Gespräch mit den Verantwortlichen der DVB zu suchen.“ Wenn das nichts fruchte, dann sei es an der Zeit, „ein Exempel zu statuieren“. „Wir werden an unseren Vorstellungen festhalten und es nicht zulassen, dass Stadtratsbeschlüsse ignoriert werden.“ Zumal der Beschluss auch finanziell untersetzt sei. „Das Geld für die Pilotlinie steht zur Verfügung“, so der Stadtzrat. Die Anwohner in den Gebieten könnten ihren Beitrag leisten und sich mit Beschwerdebriefen zu Wort melden, findet Böhm.

Andreas Hemmersbach, Vorstand der DVB, erklärte auf Anfrage der DNN, die Wohnquartiere in Trachenberge würden bei den DVB nicht zwingend im Fokus stehen. Es gebe andere Gebiete wie die Augsburger Straße und Tittmanstraße, die wesentlich interessanter seien. „Da ich aber nicht im Ausschuss zugegen war, will ich keine weiteren Kommentare abgeben“, so Hemmersbach.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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