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Dresdner CDU-Mitglieder wollen ihre Partei wieder auf den richtigen Kurs bringen

Initiative Kurswechsel Dresdner CDU-Mitglieder wollen ihre Partei wieder auf den richtigen Kurs bringen

Die CDU hat sich von ihren Wählern entfremdet, finden Ulrich Link und Peter Heichen. Die beiden Dresdner CDU-Mitglieder wollen nicht austreten, sondern ihre Partei auf den richtigen Kurs zurückbringen.

Wollen die CDU auf den richtigen Kurs bringen: Ulrich Link und Peter Heichen (von links).
 

Quelle: Dietrich Flechtner

Dresden.  Auf Personaldebatten, sagen Ulrich Link und Peter Heichen, komme es ihnen nicht an. Die Dresdner CDU-Mitglieder wollen eine andere Politik. Deshalb haben sie die Initiative „CDU – Kurswechsel“ ins Leben gerufen. „Die Wahlergebnisse der vergangenen Jahre zeigen doch, dass etwas nicht richtig läuft“, findet Heichen. „Wir wollen keine neue Partei erfinden. Wir wollen auch nicht in die AfD eintreten. Wir wollen unsere CDU wieder wählbar machen.“

Ihren Markenkern habe die CDU verloren, finden die beiden Christdemokraten. Wenn sich die Partei ihrer originären Werte erinnern würde, könnten 80 Prozent der AfD überflüssig gemacht werden, glauben sie. Die Wahlerfolge der neuen Rechten seien schmerzhaft für die CDU. „Wir haben Menschen verloren, die uns über Jahrzehnte gewählt haben. Diese haben doch ihre Werte und Positionen nicht an der Garderobe der AfD abgegeben“, meint Heichen.

Es sei an der Zeit, dass sich die Bundesregierung wieder an Recht und Gesetz halte. „Es reicht nicht, den Leuten die Politik erklären zu wollen, nachdem man vollendete Tatsachen geschafft hat. Nein, wir haben Gesetze, die eingehalten werden müssen“, erklärt Link. Erst zu handeln und dann den Dialog zu suchen sei auch der falsche Weg. „Das frustriert die Leute. Wer gewählt ist, hat doch keine Narrenfreiheit. Wer so handelt, öffnet dem Populismus Tür und Tor.“

Die CDU müsse wieder in die Mitte rücken und Themen zurückerobern, die die AfD übernommen habe, findet Heichen. Dabei sei die Flüchtlingspolitik nur ein Thema. Er könne nicht verstehen, dass Großbritannien kampflos aus der EU entlassen werde, dafür aber ein riesiger finanzieller Aufwand für den Verbleib von Griechenland in Europa betrieben werde, so Link.

Die Bundespolitik werden sie nicht ändern können, wissen Heichen und Link. „Aber die Summe der Initiativen kann Druck machen.“ Immer mehr unzufriedene CDU-Mitglieder würden sich zusammenschließen, man habe bereits Kontakt zu Gleichgesinnten in zehn Bundesländern. Der Dresdner CDU-Kreisverband nehme die Initiative sehr ernst, vor wenigen Tagen seien rund 60 Besucher zu einer Veranstaltung gekommen. „Da haben uns drei Leute aktiv widersprochen. Die große Mehrzahl hat uns zugestimmt.“

Mit Sachsens CDU-Generalsekretär Michael Kretzschmar hat sich „CDU – Kurswechsel“ getroffen, man setze darauf, dass die Bundestagsabgeordneten Arnold Vaatz und Andreas Lämmel den Gegenwind aus Dresden nach Berlin tragen, sagen Heichen und Link. Rund zehn Mitreiter umfasse der harte Kern der Initiative, der sich regelmäßig treffe. „Es arbeiten auch Leute anonym mit, weil sie Angst haben, auf Arbeit Probleme zu bekommen“, so Link. „Aktuell suchen wir jemanden, der unseren Internetauftritt betreuen kann.“ Der Initiative gehe es nicht um Pöstchen oder den Vorsitz in Ortsvereinen, auch auf dem Bundesparteitag sei sie nicht vertreten. „Wir wollen, dass sich die CDU wieder auf ihre alte Stärken besinnt“, sagen Heichen und Link. „Wir wollen keinen innerparteilichen Streit, sondern eine geschlossene CDU auf dem richtigen Kurs.“

Am 14. Dezember findet um 18.30 Uhr eine Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in der Dreikönigskirche statt, die mit „Leitkultur heute!?“ überschrieben ist. Link wird einführende Worte sprechen, bevor der frühere Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) einen Vortrag zur Frage „Brauchen wir eine neue Leitkultur?“ hält. „Daran sieht man, dass wir schon lange keine Exoten mehr sind“, sagt Link.

www.cdu-kurswechsel.de

Von Thomas Baumann-Hartwig

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