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Lokales Dresdner Barkeeper fährt zum Finale nach Spanien
Dresden Lokales Dresdner Barkeeper fährt zum Finale nach Spanien
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08:58 27.07.2018
Thang Viet Trinh aus Dresden arbeitet seit drei Jahren in der Twist Bar. In der experimentierfreudigen Hotelbar hat er mithilfe seines Mentors das Bartender-Handwerk gelernt. Quelle: Privat
Dresden

Thang Viet Trinh aus der Twist Bar vom Hotel Innside by Melia in Dresden gehört zu den besten Bartendern Deutschlands. Der gebürtige Dresdner hat am Carlos I Colegio Wettbewerb für Barkeeper teilgenommen und sich in einem Workshop erfolgreich qualifiziert. In der Jury waren Bar-Legende Charles Schumann, der internationale Spirituosenexperte Jürgen Deibel und Hamburgs Cocktailkönig Uwe Christiansen. Nun darf Thang Viet Trinh mit 20 Berufskollegen zum Finale nach El Puerto de Santa María in Andalusien (Spanien) reisen.

Im Vorfeld sendeten mehr als 160 Menschen aus ganz Deutschland ihre Bewerbung in Form eines selbstkreierten Cocktail-Rezeptes zum diesjährigen Wettbewerb ein. Dieses Rezept sollte sich wie der Brandy „Carlos Primero“, dem der Wettstreit gewidmet ist, an einen Klassiker anlehnen. Thang Viet Trinh entschied sich für eine Weiterentwicklung seines Lieblingscocktails und erfand eine neue Variante des „Old Fashioned“. Als der 25-Jährige vor drei Jahren in der Dresdner Hotelbar anfing, war er sofort fasziniert vom Handwerk der Bartender. „Eines der schönen Dinge an diesem Beruf ist, dass es keine staatliche Ausbildung gibt, die vorgeschrieben ist. Unter Bartendern sind viele Quereinsteiger, einige gehen aber auch den klassischen Weg über eine Hotelausbildung oder eine Privatschule“, erklärt Thang Viet Trinh. Besonders wichtig war für ihn sein Mentor Marlon Kutschke: „Er hat mich immer gepusht. Mit einem Mentor hat man eine Bezugsperson, an die man sich halten kann. Ich hab nie eine bessere Vernetzung erfahren, als unter Barkeepern.“

So lernte der Dresdner von seinem Kollegen die Experimentierfreude – passend für die Twist Bar, die mit über 60 Cocktails auf der Karte auch viele ausgefallene Eigenkreationen führt. „Klassiker wie Pina Colada haben wir nicht auf der Karte, aber auch diese Cocktails bringen wir unseren Gästen auf Wunsch gerne. Unsere Besucher wissen, dass wir qualitativ hochwertig arbeiten“, so Thang Viet Trinh. Dabei gehört zum Beruf des Bartenders jedoch mehr, als nur Getränke zusammenzumischen. „Man sollte sich sozial verhalten und menschliche Kompetenzen zu nutzen wissen.“ Wichtig sei, „mit Menschen zu interagieren, und nicht nur mit Getränken. Wir fragen auch gerne nach Gästewünschen und geben Tipps – je nach individuellem Geschmack.“ Und gerade in einer Hotelbar mit ständig wechselnder Klientel würden auch mal private Unterhaltungen zum Job gehören, so Thang Viet Trinh.

Im Oktober kann er dann sein Handwerk in Spanien verfeinern und sich Tipps von Kollegen einholen. „Ich freue mich schon sehr darauf, andere Bartender aus ganz Deutschland kennenzulernen“, meint Trinh. „Wir wissen noch nicht, was uns bevorsteht – außer einem aufregenden Wettkampf, gepaart mit einer Weiterbildung.“ Der Gewinner darf sich am Ende „Primero“ oder „Primera“ nennen. Es soll aber nicht nur um den Wettbewerb gehen, sondern auch darum, etwas zu lernen und Kollegen zu treffen.“

Von Katharina Jakob

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