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Dresdner "Alte Herkuleskeule" verschwindet

Am Sternplatz sollen Sozialwohnungen entstehen Dresdner "Alte Herkuleskeule" verschwindet

1966 wurde das Stadtteilzentrum errichtet – jetzt sind seine Tage gezählt. Das Gebäudeensemble am Sternplatz mit der alten Spielstätte der Herkuleskeule wird abgerissen. Das Grundstück soll an die kommunale Wohnungsbaugesellschaft übertragen werden. Bauherrengemeinschaften sollen Teilflächen bebauen.

Das Gebäudeensemble am Sternplatz hat keine Zukunft. Hier werden Wohnungen entstehen.
 

Quelle: Herkuleskeule

Dresden.  Das städtische Grundstück Sternplatz 1 mit der ehemaligen Spielstätte des Kabaretts Herkuleskeule sowie einem Edeka-Markt und zwei Gaststätten soll an die kommunale Wohnungsbaugesellschaft „Wohnen in Dresden“ übertragen werden. Das teilte die Stadtverwaltung mit. Einige Teilflächen des 4178 Quadratmeter großen Grundstücks sollen für Baugemeinschaften ausgeschrieben werden.

Die Herkuleskeule ist Ende April in den Kulturpalast umgezogen. Zunächst hatte die Verwaltung den Verkauf des Grundstücks am Sternplatz an einen privaten Investor geplant, der rund 1,6 Millionen Euro in die Stadtkasse gespült hätte, wenn ein Bodenrichtwert von 400 Euro pro Quadratmeter zugrunde gelegt wird. Doch die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will die kommunale Wohnungsbaugesellschaft mit Eigenkapital in Form von Grundstücken ausstatten, deshalb überprüft die Verwaltung sämtliche Verkaufsabsichten an Dritte.

Das Grundstück am Sternplatz biete von der Flächengröße her ein gutes Potenzial für den Bau von Wohnungen, zumal es innerhalb eines gewachsenen Wohngebietes liege. Hier könne effizient und kostengünstig gebaut werden. Im Sinne einer sozialen Durchmischung sollen Teilflächen von Baugemeinschaften bebaut werden. Die „Wohnen in Dresden“ soll vor allem Sozialwohnungen errichten.

Wenn die Pläne der Verwaltung verwirklicht werden können, dann wird das 1966 errichtete Gebäudeensemble abgerissen und durch Neubauten ersetzt. Die Verwaltung will das Gespräch mit den derzeitigen gewerblichen Nutzern suchen und sie in die Planungen für den Neubau mit einbeziehen. In den Erdgeschosszonen der Wohngebäude seien durchaus gewerbliche Nutzungen denkbar. Positiver Effekt für die städtische Wohnungsbaugesellschaft: Die von Gewerbetreibenden zu zahlenden Mieten könnten die Mieten für die Sozialwohnungen mitsubventionieren.

Wann der Abriss des Stadtteilzentrums erfolgt und der Wohnungsbau beginnt, lässt sich gegenwärtig noch nicht sagen. Erst muss das Grundstück an die „Wohnen in Dresden“ übertragen und die Ausschreibung für die Bauherrengemeinschaften erarbeitet werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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