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Dresdner Abenteuerspielplatz „Panama“ wird 25

Beschäftigung mit Tieren Dresdner Abenteuerspielplatz „Panama“ wird 25

Der Abenteuerspielplatz Panama in der Dresdner Neustadt wird 25 Jahre alt. Am 19. August steigt eine große Jubiläumsparty.

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Saskia und Samuel mit zwei Ziegen auf dem Abenteuerspielplatz Panama.

Quelle: Foto: Anja Schneider

Dresden. Hier wird noch schnell eine Girlande genäht, dort noch ein kleine Darbietung mit den Pferden geübt. Die Vorbereitungen für das große Jubiläumsfest laufen auf dem Abenteuerspielplatz (ASP) Panama auf Hochtouren. Am Sonnabend feiert der mitten in der Dresdner Neustadt an der Seifhennersdorfer Straße 2 gelegene Abenteuerspielplatz sein 25-jähriges Bestehen. Stadtarchivdirektor Thomas Kübler eröffnet die Geburtstagsfeier 15.30 Uhr. Die Kinder werden eine Zirkusvorstellung aufführen und ihre Ziegen und Pferde vorstellen. Die Dresdner Folkband „Buckijit“ tritt auf. Weiteres Highlight soll die Veröffentlichung eines Buches über den ASP Panama werden. Darin stellen sich die Kinder und ehrenamtlichen Mitarbeiter vor.

Doch nicht nur wegen des Geburtstages lohnt sich ein Besuch des Abenteuerspielplatzes. Sechs Sozialpädagogen und viele Ehrenamtliche engagieren sich hier. Zwischen 15 und 40 Kinder kommen täglich her. Hauptsächlich für sogenannte „Lücke-Kids“ sei der Abenteuerspielplatz gedacht, sagt Christin Lewandowski, die seit 2008 auf dem „Panama“ arbeitet. „Lücke-Kids“ beschreibt hauptsächlich 8- bis 15- Jährige, die sich selbst nicht mehr als Kinder wahrnehmen, jedoch noch nicht richtig zu den Jugendlichen gehören.

Sie können täglich ab 14 Uhr kochen und Gartenarbeit erledigen, spielen, klettern und sich sportlich betätigen, Buden bauen oder mit Tieren arbeiten. Im Falle eines Problems zu Hause oder in der Schule beraten und unterstützen die Sozialpädagogen. Die Kinder und Jugendlichen sollen hier den Umgang und die Kommunikation mit anderen Menschen und Tieren lernen. Auf dem ASP Panama leben insgesamt 13 Pferde, Ziegen, Katzen, Kaninchen, Meerschweinchen und bald auch wieder Hühner. Jana Erler, die Leiterin des gesamten Projektes, ist Hippopädagogin. Das heißt, sie vereint die Lehre der Bewegung mit dem Medium Pferd. Die Kinder sollen auf diese Weise nicht nur etwas über das Pferd, sondern auch sehr viel über sich selbst lernen.

Mittlerweile ist der Abenteuerspielplatz schon in der zweiten Generation. Erwachsene, die hier einst als Kinder selbst tätig waren, schicken nun ihre eigenen Kinder zum „Panama“. Viele der Kinder und Jugendlichen kommen selbstständig nach der Schule hin. Das „Panama“ kooperiert mit der 15. Grundschule und den Kindergärten Sonnenklecks und Knirpsenstraße. Manche der Kinder nehmen auch einen langen Weg mit öffentlichen Verkehrsmitteln in Kauf, um ihre Freunde auf dem Abenteuerspielplatz zu treffen. Saskia kommt beispielsweise täglich aus Niedersedlitz zum Abenteuerspielplatz, um sich mit den Pferden und Ziegen zu beschäftigen. Auch die 13-jährige Jette liebt es, mit den Pferden zu üben. Was auf dem Abenteuerspielplatz auffällt ist der starke Zusammenhalt. Hier stehen soziale Unterschiede, verschiedene Wohnorte oder Altersunterschiede keiner Freundschaft im Wege.

Ein weiteres Projekt des ASP Panama ist der ABCirk. Dabei handelt es sich um einen Zirkus, bei dem Mütter und Kinder verschiedenster Herkunft und Nationalität eine Zirkusdarbietung miteinander erarbeiten und proben.

Den Abenteuerspielplatz hat Jens Kalanke 1992 gegründet – mit Hilfe der Projekt-Förderung „Spielen in der Stadt“. Träger des Projektes ist der Treberhilfe Dresden e.V., der Panama e.V. ist der Förderverein.

Von Tara Baer

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