Menü
Dresdner Neueste Nachrichten | Ihre Zeitung aus Dresden
Anmelden
Lokales Dresdens neue Adresse: Kraftwerk Mitte
Dresden Lokales Dresdens neue Adresse: Kraftwerk Mitte
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:52 13.08.2016
   Quelle: Anja Schneider
Anzeige
Dresden

 „In Leuben hatte ich die Straßenbahn und den Bus direkt am Schreibtisch“, sagt Wolfgang Schaller, Intendant der Staatsoperette Dresden und zeigt aus dem Fenster: „Hier werde ich himmlische Ruhe haben. Wenn nicht gerade gebaut wird.“ Die Alfred-Althus-Straße wird gerade saniert, deshalb ist es etwas laut in Schallers neuem Büro in der Ehrlichstraße 2.

Die große Couch aus dem Leubener Büro hat ihren Weg ins Stadtzentrum gefunden, und ein Souvenir hat sich Schaller schon für sein neues Domizil gesichert: ein Stück Bühnenboden, das beim Zuschneiden des Parketts für die Drehbühne übrig blieb. Rund 40 Mitarbeiter der Verwaltung und künstlerischen Leitung von Staatsoperette und Theater Junge Generation (tjg) sind in das frühere Wohnhaus an der Ehrlichstraße gezogen und finden deutlich besser Arbeitsbedingungen als bisher vor. „Bei uns ging es schon sehr beengt zu“, schildert Schaller, „da gab es einige Räume, die doppelt als Büro und Garderobe genutzt wurden.“

Felicitas Loewe, Intendantin des tjg, ist mit ihrem Büro in der ersten Etage hochzufrieden. „Es ist größer als das in Cotta. Wir sind na dran an den Theatern.“ Von den Fenstern zum Hof blickt man auf die Neubauten für Operette und tjg auf dem Gelände des Kraftwerks Mitte. Bis zur Flut 2002 war das Wohnhaus als Bürogebäude genutzt worden. Danach stand es leer und kam in die Verwaltung der Stadttochter Stesad. „Da lag es nahe, dass wir das Gebäude für die Theater nutzen“, sagt Florian H. Brandenburg, Projektleiter bei der Kommunalen Immobilien Dresden GmbH & Co KG, die zur Stesad gehört.

Während Verwaltung und Leitung der Theater ihre Räume bezogen haben, läuft der Umzug der Bühnentechnik auf Hochtouren. „Die Lager werden eingerichtet, nächste Woche zieht die Kostümwerkstatt um“, erklärt Norbert Seidel, Sprecher des tjg. Bei der Operette ist das Tempo etwas gebremster, da noch bis Ende Oktober Vorstellungen in Leuben gegeben werden.

Unterdessen läuft die Debatte über die Nachnutzung der nicht mehr benötigten Theaterliegenschaften. In Leuben ist ein Wohnpark im Gespräch, die CDU-Fraktion wünscht sich aber eine Konzeptausschreibung, um den Operettensaal als kulturelles Zentrum des Stadtviertels zu erhalten. „Eine städtische Kultureinrichtung können wir nicht finanzieren“, erklärte Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Die Linke), „aber eine Institution in privatwirtschaftlicher Verantwortung wäre wünschenswert.“

In Cotta würde die Kulturbürgermeisterin gerne das Wohngebäude behalten, in dem zuletzt die Verwaltung untergebracht war. „Wir benötigen Unterkünfte für die Gastkünstler des tjg“, sagte sie. Rund 55 000 Euro im Jahr würde es kosten, Regisseure und Assistenten in Hotels unterzubringen. „Wenn wir zusätzliche Gastwohnungen einrichten, könnten wir das Geld sparen.“ Die Linken-Stadtratsfraktion will prüfen, ob die tjg-Liegenschaften in Cotta kulturellen Einrichtungen oder der Kreativwirtschaft zur Verfügung gestellt werden könnten. „Die Kunsthochschule benötigt beispielsweise Atelierräume“, so Klepsch.

In der kommenden Woche wird der Ortsbeirat Altstadt darüber beraten, ob alle Gebäude und Institutionen auf dem Gelände des Kraftwerks Mitte eine einheitliche Adresse erhalten sollen und nicht mehr unter Straßennamen wie „Ehrlichstraße“, „Wettiner Platz“ oder „Theatergasse“ firmieren. Stattdessen sollen Hausnummern unter dem einheitlichen Namen „Kraftwerk Mitte“ vergeben werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Lokales Interview mit Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Die Linke) - Zahl der Langzeitarbeitslosen in Dresden sinkt

Dresden wächst. Mehr Einwohner heißt aber auch: mehr Kitaplätze, mehr Ausgaben für Soziales mehr Personal für die Jugendhilfe. Sozialbürgermeisterin Kristin Klaudia Kaufmann (Die Linke) erklärt im DNN-Interview, wie sie die Herausforderungen managen will.

12.08.2016

Durch das Radrennen „Skoda Velorace Dresden“ kommt es am Wochenende in der Innenstadt zu erheblichen Verkehrseinschränkungen. Denn die Rennstrecke führt unter anderem über das Terrassenufer, die Devrient-, Könneritz- und Ammonstraße durch den Tunnel Wiener Platz über die Wiener Straße und den Lennéplatz.

13.08.2016

Die Sächsische Schweiz gilt als Eldorado für Kletterer, Wanderer und Fahrradtouristen. Auf der Elbe, von der aus man oft die schönsten Aussichten auf die bizarren Sandsteinfelsen hat, fehlen dagegen noch Angebote für Sportboottouristen.

12.08.2016
Anzeige