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Lokales Dresdens neue Abwasserbelebungsanlage setzt auf nachhaltige Aufbereitung
Dresden Lokales Dresdens neue Abwasserbelebungsanlage setzt auf nachhaltige Aufbereitung
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17:36 05.09.2018
Einweihung eines neuen Teiles der Kläranlage: Gunda Röstel, Kaufmännische Geschäftsführerin der Stadtentwässerung Dresden, und Oberbürgermeister Dirk Hilbert begehen mit Ralf Strothteicher, Technischer Geschäftsführer der Stadtentwässerung, die neuen Klärbecken (v.l). Quelle: Dietrich Flechtner
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Dresden

16.000 Kubikmeter Abwasser fassen die neuen Schlaufenbecken der erweiterten Belebungsanlage in der Kläranlage Dresden-Kaditz. Damit wurde das Gesamtbeckenvolumen der Dresdner Abwasseranlage um 48.000 Kubikmeter auf 144.000 Kubikmeter Beckenvolumen erweitert.

In den vergangenen vier Jahren investierte die Stadtentwässerung Dresden 25 Millionen Euro in den Ausbau der biologischen Reinigungsstufe. Grund für die Erweiterung ist sowohl die positive Einwohner- und Gewerbeentwicklung in der Stadt Dresden als auch die Kooperationen mit Nachbarkommunen wie Heidenau, Pirna, Wilsdruff, Tharandt sowie mit Freitaler Ortsteilen.

Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) lobte am Mittwoch anlässlich der Einweihung der Klärbecken die regionale Kooperation bei der Planung und dem Bau der Belebungsanlage. „Wir haben uns nicht für eine überdimensionale Anlage entschieden, sondern uns konkret am Bedarf der Stadt Dresden und den Regionen im Umland orientiert“, so der OB.

Am 11. September 2013 begann die Planung des Projekts zum Ausbau der Belebungsanlagen. Nach diversen Vorplanungen und Simulationen in Kooperation mit der TU Dresden startete der Bau der Anlage im Februar 2015. Planer und Bauunternehmen sind sich am Ende einig, dass das Projekt zeitweise wie eine „OP am offenen Herzen“ viel Nerven gekostet hat, da die alte Anlage (Baujahr 1991) bis zur Umleitung in die neuen Becken in Betrieb bleiben musste. Dennoch wurden sowohl der Zeitplan von drei Jahren als auch das Budget von 23 Millionen Euro in weiten Teilen eingehalten.

Biologischer Abbau durch Stickstoffelimination

Mit dem 2005 eingeweihten Klärpark hat Dresden eine der größten Abwasseranlagen Ostdeutschlands und ist somit der wichtigste Abwasserversorger in der gesamten Region. Die Inbetriebnahme der belüfteten Belebungsbecken bietet auch im Hinblick auf die Umwelt einen wichtigen Beitrag, da die seit 13 Jahren getestete Stickstoffelemination in eine dauerhafte zukunftsfähige Lösung überführt werden konnte.

Am Boden der neuen Schlaufenbecken sind jeweils ca. 2.200 Belüfter-Teller aus einer Gummimembran installiert. Durch kleine Löcher wird Luft in das Abwasser eingeblasen, um den Stoffwechsel der Mikroorganismen anzuregen, die für die Verringerung des Stickstoffgehalts im Abwasser sorgen. Hinzu kommen zwei Umlaufverteiler mit einem Volumen von je acht Millionen Liter Wasser und fünf Rücklaufschlammpumpen, die dafür sorgen, dass Mikroorganismen immer mit genügend „Nahrung“ versorgt werden.

Die derzeit begrünte Fläche vor der Anlage stellt laut Ralf Strohteicher, dem Technischen Geschäftsführer der Stadtentwässerung, eine Erweiterungsoption dar, sollten die Schmutzfrachten in den nächsten 15 Jahren weiter kontinuierlich steigen. Mit der Erweiterung der Kläranlage habe man laut Hilbert zudem in den Umweltschutz und die Niedrigwasserinfrastruktur investiert, da die Stickstoffelemination nachhaltig verbessert und somit auch ein wichtiger Beitrag zur Sauberkeit der Elbe geleistet wird.

Interessierte können sich die neue Belebungsanlage bereits am Sonntag, den 9. September, beim Tag der Offenen Tür der Dresdner Stadtentwässerung von 10 bis 18 Uhr ansehen.

Von Maraike Mirau

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