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Dresdens Stadtring West wird geschlossen - Cotta kann aufatmen

Landesdirektion genehmigt Planungen Dresdens Stadtring West wird geschlossen - Cotta kann aufatmen

Bisher quält sich der Durchgangsverkehr Richtung Altstadt durch das Ortsteilzentrum von Cotta. Damit ist bald Schluss: Die Landesdirektion hat die Pläne genehmigt, das Emerich-Ambros-Ufer zu verlängern. 2019 könnte Baustart sein.

Neue Trasse für Cotta.
 

Quelle: Eylert

Dresden. Grünes Licht für die Entlastung von Cotta: Die Landesdirektion Sachsen (LDS) hat mit einem Planfeststellungsbeschluss den Neu- und Ausbau des Emerich-Ambros-Ufers genehmigt. Damit besteht Baurecht für das letzte Teilstück des Äußeren Stadtringes West, teilte Holm Felber mit, Sprecher der LDS. Der Stadtring wird nach Abschluss der Bauarbeiten durchgängig vierspurig befahrbar sein.

Während das Emerich-Ambros-Ufer in stadtauswärtiger Richtung bereits durchgängig zweispurig ausgebaut ist, klafft in Richtung Stadtzentrum eine Lücke. Kraftfahrer, die aus Richtung Cossebaude oder von der Flügelwegbrücke kommen und ins Zentrum fahren wollen, müssen vom Flügelweg aus einen Umweg über die Tonbergstraße, Altcotta und die Lübecker Straße in Kauf nehmen, ehe sie das Emerich-Ambros-Ufer erreicht haben. In Stoß-
zeiten ist die Strecke stauanfällig.

Die neue Trasse soll direkt an der Weißeritz verlaufen und zwei Richtungsfahrbahnen erhalten. Sie wird parallel zur Lübecker Straße geführt, zwischen den beiden Straßen wird laut Felber eine 290 Meter lange und 2,50 Meter hohe Schallschutzwand errichtet. Die Neubaustraße ist 590 Meter lang, die Fahrbahn 6,50 Meter breit. Für Rad- und Fußweg ist eine Breite von 4 Metern vorgesehen. Zu den genehmigten Vorhaben gehört auch der Ausbau eines 100 Meter langen Abschnittes des Emerich-Ambros-Ufers in stadtauswärtige Richtung. Der Flügelweg soll eine neue Aufteilung mit einem Fahrbahnquerschnitt von 11,50 Metern erhalten. Der Neubau werde die Verkehrssituation im Dresdner Westen wesentlich verbessern, erklärte der LDS-Sprecher. Das städtische Nebennetz in Cotta sei dauerhaft überlastet, das beeinträchtige die Lebensqualität in den Straßenzügen um das Rathaus Cotta stark.

Wegen der Eingriffe in die Natur hat die LDS eine Reihe von Ausgleichsmaßnahmen angeordnet. So soll ein 5700 Quadratmeter großer Park im Dreieck Atcotta-Raimundstraße-Tonbergstraße angelegt werden. Die neue Parkanlage zwischen Rathaus und Gymnasium Cotta werde einen naturnahen Freiraum in dem an Stadtgrün armen Viertel bieten. Direkt am Emerich-Ambros-Ufer müssen 68 neue Bäume gepflanzt und Flächen entsiegelt werden. Außerdem muss ein Abschnitt des Podemuser Hanggrabens offengelegt werden.

Laut Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Bündnis 90/Die Grünen) sind die Planungsleistungen im Haushalt 2017/2018 enthalten. Die Baukosten für die Stadt schätzte er auf rund 6,5 Millionen Euro, wobei eine Förderung zu erwarten sei. Er werde den städtischen Anteil für den Doppelhaushalt 2019/2020 anmelden, kündigte der Baubürgermeister an. Damit könnte frühestens 2019 mit dem Bau begonnen werden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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