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Lokales Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert äußert sich umfassend zum Fernsehturm
Dresden Lokales Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert äußert sich umfassend zum Fernsehturm
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13:29 24.11.2017
Mitten im Natur- und Landschaftsschutzgebiet: Der Dresdner Fernsehturm.  Quelle: dpa-Zentralbild
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Dresden

Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) hat sich umfassend zu den Plänen für eine Wiedereröffnung des Fernsehturms geäußert. In einem Antwortschreiben auf insgesamt 17 Fragen des Fernsehturmvereins, die Hilbert im Rahmen einer Einwohnerversammlung Ende September übergeben worden waren, bezog er Stellung zu den Themen Umweltschutz, Eigentümerfrage und Finanzierung. Zudem machte der Oberbürgermeister deutlich, dass er sich zwar für das Projekt einsetzen wolle, persönlich aber keinen Vorteil für eine eventuelle Wiederwahl 2022 daraus ziehen will.

Der Fernsehturmverein Dresden hat Visionen. Keine, für die man zum Arzt muss, sondern welche, die den Fernsehturm auf dem Elbhang künftig zu einer der großen Attraktionen der Landeshauptstadt werden lassen könnten.

Hilbert stellte zunächst klar, dass die Verwaltung keine Pläne für einen Kauf oder den Eintritt in eine Eigentümergemeinschaft mit der Telekom hege. Das sei auch nicht notwendig, da es aus Sicht der Stadt keine Anzeichen von der Telekom gäbe, den Turm veräußern zu wollen. Die zuständige Telekom-Tochter Deutsche Funkturm selbst schweigt zu den Gerüchten, sich von einem Großteil seiner Funktürme trennen zu wollen.

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Auf die Frage des Vereins, ob der Oberbürgermeister im Fernsehturm die Chance sehe, die Dresdner Bevölkerung zu einen und die Stadt mit einer erfolgreichen Wiedereröffnung in einen internationalen Fokus zu rücken, hielt sich Hilbert zurück. Wenn der Stadtrat sich im Einvernehmen auf eine Wiedereröffnung einigen würde, wäre das ein positives Zeichen des gestaltungswillens, so der OB. Inwieweit der Turm aber internationale Beachtung finden würde, hänge von der Umsetzungsvariante und der Auswirkung auf die Stadtgesellschaft ab.

Dass der wiedereröffnete Fernsehturm samt möglicher Seilbahn und Televersum Dresdens Chance auf den Titel als Kulturhauptstadt 2025 erhöhen würde, hält der Oberbürgermeister für unwahrscheinlich. So ziele der Titel vor allem auf das kulturelle Zusammenleben in der Stadt ab und nicht auf die Aufzählung kultureller Bauten und Sehenswürdigkeiten, heißt es im Antwortschreiben von Hilbert.

Im Bezug auf eine Variante mit Seilbahn und Televersum stellte der OB zudem abermals klar, dass das Interesse der Einwohner noch lange eine Gesetze außer Kraft setzen könne. So müsse zunächst eine intensive und umfassende bau-, denkmal-, umwelt-, und naturschutzrechtliche Überprüfung stattfinden. Doch die Verwaltung werde im Falle einer Wiedereröffnung alle gegebenen Handlungs- und Ermessensspielräume ausnutzen.

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Zudem geht Hilbert davon aus, dass Verwaltung und Politik gemeinsam sehr gute Bedingungen für mögliche Investoren schaffen könnten. Zudem macht er sich weiter für Spenden aus der Bevölkerung stark, selbst wenn die Stadt kein Eigentümer des Turms sei. Beispiele wie die Frauenkirche oder das Lingnerschloss hätten gezeigt, das derartige Modelle mit Stiftungen funktionieren können. Zudem wolle sich Hilbert persönlich für Fördergelegenheiten einsetzen.

Der Fernsehturmverein hatte sich außerdem beschwert, dass die 2007 stattgefundene Entkernung möglicherweise nicht im Einklang mit dem Denkmalschutz stand. Laut Verwaltung war die Entfernung der Cafémöbel und zugehöriger Technik durch die damals zuständige obere Denkmalschutzbehörde genehmigt gewesen. Wo das Inventar hingelangt ist, bleibt aber weiter offen. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass das als Brandlast entfernte Interieur entsorgt wurde.

Angesprochen auf die nächste Wahl, und ob sich Hilbert nicht aktiver für den Fernsehturm einsetzen wolle – immerhin würden 70 Prozent der Dresdner das Projekt befürworten, so der Verein – entgegnete der OB mit seiner Verantwortung gegenüber der Stadt. So handele er nicht danach, seine Beliebtheit für kommende Wahlen zu steigern, sonder so, wie er es im Amtseid ableget hätte – nämlich alle Entscheidungen zum Wohle der Stadt zu treffen.

Von Sebastian Burkhardt

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