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Dresdens Kindertagesstätten erhalten 2,5 Millionen Euro

Personelle Engpässe auffangen Dresdens Kindertagesstätten erhalten 2,5 Millionen Euro

Die Dresdner Kindertagesstätten erhalten 2,5 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, um krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern oder „besondere Bedarfslagen“ kompensieren zu können. Dabei werden die Mittel nach der Anzahl der betreuten Kinder vergeben.

 Die Dresdner Kindertagesstätten erhalten 2,5 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, um krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeitern zu kompensieren.
 

Quelle: dpa

Dresden.  Die Dresdner Kindertagesstätten erhalten 2,5 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt, um krankheitsbedingte Ausfälle von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder „besondere Bedarfslagen“ kompensieren zu können. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend mit großer Mehrheit beschlossen. Dabei werden die Mittel an die über 380 Einrichtungen des städtischen Eigenbetriebes und in freier Trägerschaft nach der Anzahl der betreuten Kinder vergeben.

„Wir wollen das Personal in den Einrichtungen mit den Mitteln unterstützen“, erklärte Tina Siebeneicher (Bündnis 90/Die Grünen). Die Kindertagesstätten könnten selbst darüber entscheiden, wie sie das Geld einsetzen wollen und zum Beispiel Kolleginnen oder Kollegen in Teilzeit mehr Stunden bezahlen, wenn es zu personellen Engpässen kommt. Zufrieden mit der Verteilung nach dem „Gießkannenprinzip“ ist Siebeneicher noch nicht. „Wir wollen, dass die Mittel gezielt in den Einrichtungen zum Einsatz kommen, die wegen eines hohen Krankenstandes einen besonders hohen Bedarf haben.“

Deshalb soll Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) eine stadtteilbezogene Analyse des krankheitsbedingten Personalausfalls in den Kindertageseinrichtungen vorlegen. Nach einer Aufstellung der Verwaltung ist der Krankenstand in Kitas, die am Handlungsprogramm „Aufwachsen in sozialer Verantwortung“ teilnehmen, besonders hoch. In diesen Einrichtungen werden insbesondere Kinder aus Familien in sozial benachteiligten Lebenslagen oder mit Migrationshintergrund gefördert.

Die CDU-Fraktion hatte in der Haushaltsdebatte im vergangenen Jahr den Vorschlag eingebracht, einen Pool von 25 sogenannten „Springern“ beim Eigenbetrieb zu bilden, aus dem sich die Kitas bei Erkrankungen des Personals bedienen sollten. Doch das war aus rechtlichen Gründen nicht möglich. „Die CDU hat eine Felstelle gefunden, die wir gemeinsam behoben haben“, lobte Linke-Jugendpolitiker Tilo Kießling.

Thomas Blümel (SPD) kritisierte ein „Herumdoktern an einem kranken System“. Der Freistaat sei für die schlechte Personalausstattung in den Kindertagesstätten verantwortlich. „Wir können das nicht alleine zum Laufen bringen.“ Er hoffe, dass Finanzminister Georg Unland (CDU) bald Geschichte ist, so der SPD-Finanzpolitiker.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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