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Auto & Verkehr Dresdens Fahrradfahrer werden im Winter weiter rutschen

Kein Geld für den Winterdienst Dresdens Fahrradfahrer werden im Winter weiter rutschen

Eigentlich sollen sich die Bedingungen für Radfahrer im Winter in Dresden deutlich verbessern. Doch im Haushalt sind für die Räumung der Radwege nur 150 000 Euro eingeplant. Große Sprünge lassen sich damit nicht machen.

Schön wäre es: Freie Radwege im Winter in Dresden.
 

Quelle: Andre Kempner

Dresden. In den nächsten beiden Jahren wird sich der Winterdienst auf Radwegen nur unwesentlich verbessern. Zwar hatte der Stadtrat mehrheitlich ein Konzept bei der Verwaltung in Auftrag gegeben, wie die wichtigsten Radverkehrsachsen von Eis und Schnee geräumt werden können. Doch das jetzt vorgelegte Konzept stieß in den Ausschüssen für Umwelt und Kommunalwirtschaft sowie Stadtentwicklung und Bau auf wenig Gegenliebe. Grund: die hohen Kosten.

Mehr als zwei Millionen Euro würde es nach Berechnung des Straßen- und Tiefbauamtes kosten, die am meisten frequentierten Radwege zu beräumen. Zum Vergleich: Für die Beräumung des Straßennetzes hat die Stadtverwaltung in der Winterperiode 2015/2016 rund 2,7 Millionen Euro ausgegeben. Außerdem stehen im aktuellen Haushalt nur noch 150 000 Euro für die Radwege zur Verfügung.

Nach längerer Debatte einigten sich die Mitglieder des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bau am Mittwochabend mehrheitlich darauf, mit den 150 000 Euro Teile des Elberadweges räumen zu lassen. Für die gesamte Strecke reicht das Geld nicht, das würde rund 900 000 Euro kosten. Die rot-grün-rote Stadtratsmehrheit will Sparpotenziale wie die Vergabe des Winterdienstes an den städtischen Regiebetrieb Zentrale Dienstleistungen prüfen lassen. Die Stadtverwaltung soll auch in Erfahrung bringen, ob sich Geld sparen lässt, wenn die Radwege nicht unmittelbar nach dem Schneefall, sondern bis 24 Stunden danach geräumt werden.

Die CDU schlägt vor, mit den wenigen zur Verfügung stehenden Mitteln die wichtigsten Nord-Süd- und Ost-West-Verbindungen zu räumen. „Abschnitte des Elberadweges und die Verbindung zwischen der Universität und der Neustadt sollten bearbeitet werden“, erklärte CDU-Stadtrat Veit Böhm. „Außerdem sollten wir ermitteln, wie das Angebot angenommen wird.“ Das Geld sollte in den Winterdienst investiert werden und nicht in neue, möglicherweise unrealistische Konzepte, wie es Rot-Grün-Rot plane, so Böhm. Der Stadtrat wird am 28. September über den Winterdienst für Radwege entscheiden.

Von Thomas Baumann-Hartwig

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